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Hallo, lieber Armin!
Über "Twitter" bin ich seit einigen Tagen zumindest im Internetkontakt mit dir. Einen großen Teil deiner Texte habe ich in der Zwischenzeit gelesen und gebe dir eine Rückmeldung.

Zuerst zu meiner Person: Ich wohne im 10.Bezirk, bin pensionierter Hauptschullehrer (Jg.1942), seit 1968 mit der (nun auch pensionierten) VS-Lehrerin Helga verheiratet, Vater von zwei Söhnen (Walter, Jg.1969, zwei Töchter und Gerhard, 1971-1985)

Zu dir, deiner Beziehung zu den "Grünen" u.a.:

Deine Ansichten und deine Offenheit beeindrucken mich sehr. Ich habe viele Jahre benötigt, unser Gesellschaftssystem halbwegs so gut zu durchschauen wie du es machst.
Deinen aktuellen Weg mit den "Grünen" kann ich aus deiner Sicht und deinen Erfahrungen mit ihnen nachvollziehen. Ich habe mich zwanzig Jahre in den SPÖ-Strukturen (Wiener SPÖ-Parteischule, drei Sektionen) des 10.Bezirks vergeblich bemüht, die GenossInnen an ihre "Parteiprogramme" zu erinnern.

Ich wähle zwar nicht FPÖ, die Wut vieler Menschen auf diese SPÖ kann ich aber gut verstehen. Für sie erscheinen die Favoritner "Grünen" als nicht weniger "abgehoben" als die hier bestimmende SPÖ-Funktionärs-Clique. Die "Jugend" hat in keiner dieser Fraktionen viel zu sagen. Da wärest du eine erfreuliche Ausnahme geworden.

Schade einerseits, aber du bist mit deinem Wissen und Können aus meiner Sicht nicht abhängig von öffentlichen Funktionen. Und deiner Glaubwürdigkeit hat die "Wahlniederlage" am 15.11. ganz sicher nicht geschadet. Da du nun weiterhin frei vom "Klubzwang" bist, kannst du auch leichter das Vertrauen vieler älterer Menschen in die Kraft der Jungen gewinnen, im beidseitigen Interesse.

Mir fehlen leider im "Triesterviertel" junge Menschen wie du es bist.

Alles Gute weiterhin, Fritz :-)