Verantwortung die Glücklich mach.
Vor über einem Jahr schrieb ich einen Text mit dem Namen “Warum Verantwortung (nicht un-) glücklich und weise macht.” Heute musste ich wieder an ihn denken. Veröffentlicht habe ich ihn nie. Auf meiner Webseite mehrfach angekündigt. Aber die to do Listen wurden immer länger und länger. Irgendwo im Hinterkopf war er noch. Und jetzt ist er wieder vorne. Warum ich nach über 200 Tagen der Verdrängung wieder dran denke? Die liebe Pia wieß mich auf einen Artikel im Qualitätsmedium “heute” hin. Diese zitieren den deutschen online spiegel, welche einen Londoner Experten zitieren, der herausgefunden haben soll, dass “die Linken” einen höheren IQ hätten. Den schon mehrfachen versprochenen Text über die Links-rechts-dumpfsinn-einteilung werde ich hier nicht nachreichen, aber ein bisschen über meinen damaligen Artikel und die jeztigen Thesen schreiben.
Liberal denkende Menschen sind deutlich intelligenter als ihre konservativen Mitmenschen [...] Liberale sind dafür unzufriedener mit ihrem Leben und verdienen weniger als Konservative.
So die These und die Schlagzeile der heutigen Heute-Ausgabe. Genau das entspricht meinem Eindruck. Und wenn Tufik gestern schrieb “wer kann heutzutage schon von sich behaupten wirklich glücklich zu sein” hat er damit schon recht. Die Leute, die sich einbilden für andere verantwortlich zu sein, fühlen sich oft überrannt und erdrückt von der Last des Leids, die Ignoranten, die konservativ Wertestrukturen weitertragen wollen hingegen entziehen sich der Verantwortung. Weder noch Ignoranz machen glücklich.
Jetzt kann es aber keine Option sein die Verantwortung für die eigenen Taten abzulehnen. Es kann auch nicht Ziel sein wegzusehen. Unterzugehen am widerlichen Anblick vieler Dinge darf aber auch nicht passieren. Es gilt einen Mittelweg zu finden. Aber meine Zeit geht mir aus. Ich würde gerne noch stundenlang weiter schreiben. Über Verantwortung und Glück. Irgendwann werde ich wohl auch den oben angesprochenen Text fertigstellen (und dann hier verlinken). Bis dahin nur meine eigene Lösung, mit der ich für mich persönlich sehr erfolgreich und glücklich bin. An der ich wachse und hoffentlich Tag für Tag ein Stückchen weiser werde:
Lebe jeden Tag so wie es sich richtig anfühlt. Der Mensch weiß, was richtig und was falsch ist. Das Herz hat (fast) immer recht. Opfere dich auf für andere. Versuche es ihnen Recht zu machen. Lass “what can I do for you?” zu dem wichtigsten Leitsatz deines Lebens werden. Akzeptiere, dass nicht immer alles klappt, leide nicht darunter sondern suche die positiven Aspekte jedes Fehlers. Übertreibe es nicht. Zu wenig und zuviel ist aller Narren Ziel. Glaube an dich selbst und an alle Menschen rund um dich – auch wenn sie dich enttäuschen und verletzen. In jedem Wesen steckt ein weicher, guter und wertvoller Kern. Lass dein Leben dominieren von Hoffnung und Optimismus und halte doch stets genug Distanz zu deinen Träumen, dass du nicht dein Leben träumst sondern tatsächlich deine Visionen Realität werden lässt.
So versuche ich mein Leben zu leben – um je mehr man übt, desto besser wird man. Und so macht Verantwortung (mir) Spaß.