Beiträge mit dem Tag: Wahl

Fremde Stimme: Warum die Grünen nicht wählbar sind.

Verfasst von Armin Soyka am Freitag, 12 Februar, 2010

Viele Menschen haben etwas zu sagen. Viele davon werden nicht gehört. Gestern saß ich mit einem Freund zusammen. Er hatte was zu sagen. Er schrieb es mir auf. Hier sein Gastkommentar:

Ich werde die Grünen nicht wählen, weil sie zu aktuellen Themen nix sagen und für nix stehen. Weiterlesen »

Volksverarsche, nicht Volksbefragung.

Verfasst von Armin Soyka am Dienstag, 2 Februar, 2010

Zwischen 11. und 13. Februar dürfen alle WienerInnen mit ö Reisepass 5 Kreuzchen machen.  Mit Demokratie hat dies alles jedoch nichts zu tun. Die Fragen sind suggestiv und unklar.  »Sind Sie dafür, daß ihnen etwas abgeschnitten wird?« Ja was denn, Haare oder der Fuß? In den letzten Monaten wurde viel  geschrieben über eine »Volksbefragung« die eine Volksverarsche ist, hier eine Samm- lung. Weiterlesen »

Strache, Sie Clown

Verfasst von Armin Soyka am Mittwoch, 20 Januar, 2010

jugendgegenstracheHeute ist der neue Falter (Ausgabe 03/2010) herausgekommen. Auf dem Titelbild (siehe links) ein großer Clown. Mit der Überschrift: “Strache, Sie Clown!” Denn nichts anderes ist Er. Egal ob als StraCHE oder Bürger- meisterkandidat (mit Umfragewerten bei 28 %). Bei Anträgen im Parlament (Danke VdB!), HC Strache Podcasts oder besonders schön zu sehen war es erst kürzlich “beim Kaiser“. Der Mann ist ein Clown! Und deswegen tun wir was. Weiterlesen »

Für was ich kandidiere.

Verfasst von Armin Soyka am Sonntag, 1 November, 2009

In den letzten Wochen bin ich mehrfach mit Fragen zu meiner Kandidatur konfrontiert worden. Also hier eine kurze Erklärung:

Ich bewerbe mich am 15. November um einen Listenplatz auf der Grünen Liste für die nächste Wiener Gemeinderatswahl.

Für einige von euch wirft das wahrscheinlich mehr Fragen auf, als es beantwortet. Deswegen hier eine kurze Erklärung.

Die Verfassung ist Österreichs grundlegendes Regelwerk. In ihr werden die wichtigsten Grundsätze Österreichs geregelt. Unter anderem werden dort die 6 Grundprinzipien definiert. Unter anderem das Prinzip der Bundesstaatlichkeit. Bundesstaatlichkeit heißt, dass die Kompetenzen der Legislative (gesetzgebenden Kraft), Exikutive (ausführende Kraft) und Judikative (Recht sprechende Kraft) Kompetenzverteilung der staatlichen Macht gibt. Politisch ist Österreich in Bund und Länder gegliedert, denen jeweils unterschiedliche Kompetenzen zufallen. Wie das alles genau geregelt ist, ist jetzt nicht ganz so wichtig. Wichtig ist, dass sich die Länder dann noch weiter in politische Bezirke und letztlich Gemeinden unterteilen. Alle diese „Ebenen“ haben unterschiedliche Kompetenzen. Ansich hat ein Gemeinderat relativ wenige Zuständigkeiten (Flächenwidmung,…)
Der Wiener Gemeinderat ist aber neben einem Gemeinderat auch ein Landtag. Das ist der Fall, weil Wien eben Land und Stadt (Sonderform einer Gemeinde) ist. Damit fallen ihm deutlich mehr Kompetenzen zu.
Der Wiener Gemeinderat setzt sich aus 100 Abgeordneten zusammen, die alle 5 Jahre gewählt werden. Im Herbst 2010 wird die nächste Wahl stattfinden. Für sie möchte ich kandidieren.

Für jede Gemeinderatswahl werden von allen Fraktionen (Parteien) Listen erstellt, in denen die KandidatInnen aller Parteien gereiht werden. Die Grünen sind die einzige Partei, die versucht, diese Entscheidung basisdemokratisch zu treffen. Basisdemokratisch heißt, dass möglichst viele an der Reihung der KandidatInnen teilhaben können. Alle Mitglieder und Unterstützer der Grünen Wien sind wahlberechtigt. Das sind stolze 1800 Menschen. Am 15. November wird die Grünen Liste erstellt.

Also: Ich kandidiere für einen Platz auf der Liste der Wiener Grünen für die Gemeinderatswahl 2010. Soweit alles klar? Fragen immer gerne!

Wochenende.

Verfasst von Armin Soyka am Montag, 19 Oktober, 2009

Dieses Wochenende war hochproduktiv. Vom einen zum anderen und zwischendrin auch vieles erledigt. Hier eine “kurze” Zusammenfassung der Highlights: Die Tante, Herr Lehrer, Consulting Agent, Psychotante, ichkandidiere, arminsoyka, #grünerkonvent, Schülerin und Maslow.

Die Tante. Aus Kindergarten Zeiten werden sich die meisten noch erinnern. Da gab’s immer diese netten Tanten. Die waren total lieb, außer wenn sie was verboten haben. Am Freitag hatte ich die Chance mit so einer “Tante” zu reden. Mittlerweile gibt es übrigens keine Tanten mehr. Die heißen jetzt KleinkindpädagogInnen. Und ab und zu gibt es sogar männliche Exemplare, die heißen dann Kleinkindpädagogen. Die hatte so einiges zu berichten. Sie verdient in etwa 1200 Euro netto. Das ist nicht mehr als man beim Billa kassiert. Genaugenommen weniger. Die Anstrengung wird wohl in etwa gleich sein. Beim Billa arbeitet man erfahrungsgemäß wohl eher etwas über 40 Stunden, dafür hat man keinen durchschnittlichen Lärmpegel von 60 dB. Schaut man sich aber die Verantwortung an, die so eine Kleinkindpädagogin trägt, ist die Entlohnung eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Die ersten drei Jahre sind die prägendsten für ein Kind und legen den Grundstein für seine weitere Entwicklung. Die folgenden drei sind in etwa nochmal so wichtig. Die meisten Kinder gehen im Alter von 3 – 6, einige schon früher, in den Kindergarten. Hier kann man sehr vieles falsch machen, aber auch vieles richtig. Für das Geld von 1200 Euro monatlich wird man (trotz jeder Begeisterung für Kinder und Erziehung) nur wenige junge Menschen für diesen anstrengenden Beruf begeistern. Dazu kommt die unzureichende Ausbildung. Ja, in der Kindergartenschule hat man Didaktik. Und auch Pädagogik. Man macht Praktika und überhaupt viel mehr als Volksschullehrer oder gar Gymnasiallehrer. Auf die Frage, ob man auf 13 Kinder vorbereitet ist, wenn man aus der Schule kommt, gibt es eine klare Antwort: Nein. Neben der schlechten, ja lächerlichen Entlohnung sind auch die Arbeitsbedingungen einfach schlecht. Zu viele Kinder auf zu wenige PädagogInnen und schlechte Ausbildung motiviert nur wenige sich diese Hacken anzutun. Ein Beispiel kann ich auch noch bringen: Die Interviewte hatte zu zweit mit einer Praktikantin 23 Kinder zu betreuen – davon 2 ohne jegliche Deutschkenntnisse (einmal Russisch, einmal Türkisch) und drei Kinder mit Wahrnehmungsstörungen (können nicht alleine Essen, spielen drei Spiele gleichzeitig…). Zur Ausbildung ließe sich noch so einiges sagen. Aber ich belasse es bei diesem Input: “In Schweden beispielsweise sehen sich Erzieher als Lehrer. Das Personal hat Abitur, die meisten auch ein Lehramtsstudium mit dem Schwerpunkt Kindergarten/Vorschule.” “Für Kindergärten in Finnland gilt beispielsweise folgendes: Die leitenden ErzieherInnen haben Abitur und ein Hochschulstudium.” “Kindergartenpädagogik in Ungarn ist seit Jahrzehnten ein Hochschulstudium.” Wir haben in Österreich flächendeckende 15 Pädagogische Hochschulen – warum lassen wir unsere KleinkindpädagogInnen nicht dort ausbilden (nachdem wir sichergestellt haben, dass die Lehrinhalte passen), zusammen mit Volks-, Haupt- und SonderschullehrerInnen? Sind uns unsere Kinder und unsere Zukunft das nicht wert?

Herr Lehrer. Die heißen auch immer noch so. Und auch so einen habe ich am Freitagabend getroffen und ausgefragt. Er geht auf die Kirchliche Pädagogische Hochschule der Diözese St. Pölten in Krems und lässt sich dort zum Volksschullehrer ausbilden. Impuls, den er hatte: Von etwa (wenn ich mich recht erinnere) 200 Studierenden sind in etwa 4 – 10 männlich. Scheint als ob wir es noch immer nicht schaffen für mehr (50 Prozent?) attraktive Angebote zu machen.  Auf die Frage, warum Männer anscheinend nicht zu begeistern sind, antwortete er: “Männern geht es mehr ums Geld. Die wollen die Karriereleiter hinaufsteigen und Ruhm und Ehre.” Was steht dahinter? Unsere gesellschaftlichen Werte! Was vermitteln wir? Was ist uns wichtig? Und wem geben wir Anerkennung? Den karriere-, macht- und geldgeilen Papas, die nie zuhause sind? (Und was wollen die Söhne dann werden?) Oder wollen wir Sozialberufe anerkennend loben und den Dienst am, für und mit dem Menschen in das Zentrum stellen. Das sind Fragen, die die Politik zu klären hat. Tut sie aber nicht! Eins ist klar: Auch Jungen im Volksschulalter brauchen (männliche) Vorbilder. Die Frage ist, welche geben wir ihnen?

Consulting Agent. Die Krise ist vorbei (bevor sie richtig begonnen hat). Optimistische Stimmen regen sich. Spannende Gegenstimmen (eigentlich Singular) durfte ich den Aussagen eines Firmenberaters, mit dem ich am selben Abend sprechen durfte, entnehmen. Er macht regelmäßig 300.000 Euro Projekte und fliegt durch ganz Europa. Als Gegenleistung spricht er mit Firmenvorständen und schwört sie auf harte Zeiten ein. “Vergesst was die so genannten Experten sagen, vergesst was die Politik sagt. Was passiert, wenn ihr nächstes Jahr 30 Prozent Umsatzeinbußen habt?” Die Frage hat er in den letzten Monaten mehrfach gestellt. Und herunterfallende Kiefer und schiefgelegte Köpfe gesehen. Damit rechnet keiner. Die Krise ist – seiner Meinung nach – aber noch lange nicht vorbei. Sie hat noch nicht mal richtig begonnen. Da ist Sparen angesagt (!?!) (nachdem die Milliarden für Bankenrettungssysteme aufgewendet wurden).

Psychotante. Auch mit einer solchen durfte ich mich unterhalten. Mit ihr habe ich über Maslows Bedürfnispyramide gesprochen. Interessiert hat mich das, weil ich diese Woche wieder mit der Argumentation zu kämpfen hatte, dass es einfach Menschen gäbe, die einfach faul seien und keine Lust hätten zu arbeiten / etwas zu tun / etwas anderes zu tun als vor dem Fernseher herum zu gammeln.  Herr Malsows Theorie, habe ich weiter unten ausgeführt, außerdem ist die Ausführung von glücksarchiv.de sehr verständlich, auch Wikipedia ist gewohnt interessant. Die Frage, die ich in meinem Gespräch klären durfte: Gilt die Theorie immer noch?  Die Antwort fiel sehr eindeutig aus. Ja, sie ist nach wie vor eine der grundlegendsten Theorien in der Psychologie. Sie wurde in den letzten Jahren von verschiedenen Richtungen (Wirtschaftspsychologie, Entwicklunspsychologie) aufgefasst und erweitert (genauere Unterteilungen usw.), nicht aber grundlegend verändert. Warum es Menschen gibt, die trotzdem “nichts aus sich machen”? Zwei mögliche Antworten: 1.) Erlernte Hilflosigkeit (bitte lesen, hoch spannend und einfach erklärt!), 2.) Sie machen eh etwas aus sich, nur nicht in meiner/deiner Wertungsskala. Ersteres ist eine Aufforderung an Politik wie Gesellschaft Rahmenbedingungen (in Schule, Beruf wie Freizeit) zu schaffen, die das Erlernen von Hilflosigkeit erschweren. Hier gibt es sehr viel zu tun. Schule zum Beispiel lehrt vieles Wichtige nicht, dafür Hilf- und Machtlosigkeit. Generell hat unsere Gesellschaft hier viel zu tun. Stichwort Depressionen.

ichkandidiere. Der Samstag brachte viele Stunden vor dem Computer mit sich. Ich habe endlich meine Kandidaturseite auf ichkandidiere.at fertiggestellt. Ich freue mich dort auf Fragen! (ganz leicht via facebook, openid oder gruene.at)

arminsoyka.at – Auch meine Webseite ist endlich fertig. Überschlagsmäßig sind 150 Stunden mindestens hineingeflossen. Das Ergebnis kann sich meiner Einschätzung nach sehen lassen. Diese Erkenntnis deckt sich mit erstem Feedback. Hiermit also eine weitere Aufforderung, zu kommentieren und kritisieren. Der Feedbackbutton funktioniert! Über beides habe ich auch schon gebloggt.

#gruenerkonvent. Am Sonntag war ich beim Grünen Konvent. Ich habe von dort 13 Livetweets abgesetzt und werde auch noch weiter darüber bloggen. Mein Eindruck war sehr sehr positiv. Auch wenn die Diskussionsrunden mit 20 Minuten leider zu kurz waren, waren viele interessante Leute da. Themen gab es genug. Hervorzuheben ist meiner Meinung nach die Wärme und Offenheit, die alle ausgestrahlt haben, mit denen ich zu tun hatte. Nichts von der über #gruenevw oft kommunizierten Kälte, Ablehnung oder Vorurteilen.

Schülerin. Ein hochspannendes Gespräch durfte ich gestern Abend mit einer Freundin führen. “Sag mal Armin, du bist doch gerade dabei in die Politik zu gehen. Hast du nicht Lust mir das zu erklären?” “Ja, was denn?” – “Na alles!”. So begann das Gespräch, das extrem interessant und eine gute Wiederholung meines Wissen über unsere Staatsfunktionen war. Wir haben uns von der Verfassung als Urregelwerk zu den fünf Staatsprinzipien (Demokratie, Republik, Bundesstattlichkeit, Gewaltentrennung und das letzt vergesse ich immer), zu den drei Ästen der Verwaltung (Exekutive, Legislative, Judikative), zu den Kontrollinstanzen und -möglichkeiten gearbeitet. Haben über Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden gesprochen und haben Probleme, wie das Verschwimmen der Grenzen zwischen Exekutive und Legislative (Klubzwang, EU) angerissen. Weiter sind wir nicht gekommen. Wahlrecht (aktives, passives, mehrheits, relatives,…), EU, Menschenrechte, Erlässe und vieles, vieles mehr haben wir nicht angerissen. Dazu fehlte die Zeit. Aber das war auch gar nicht, obwohl sehr spannend, das Wichtige. Wichtig war es einmal mehr zu sehen:

  1. Es gibt ein Problem: Viele junge (und auch ältere) Menschen wissen nicht, wie unser politisches System funktioniert.
  2. Anstatt, wie sie, nachzufragen, behaupten viele, es würde sie nicht interessieren.

Diese zwei Probleme müssen wir, wenn uns unsere Demokratie etwas wert ist, lösen. Und hier geht es in keinster Weise um Schuldzuweisungen! Es gibt ein Problem. Das Problem muss gelöst werden. Schnell! Junge Menschen müssen für Politik begeistert werden. Nicht (nur) weil die Demokratie auf der Partizipation aufbaut und wer sagt “Politik interessiert mich nicht”, damit unser System kaputt macht. Sondern weil es spannend ist! Weil es wichtig ist! Weil es lehrreich ist!  Also ein Lockruf an all jene, die meinen, sie seien nicht in der Lage etwas zu bewegen: das stimmt nicht. Veränderung passiert in dem Moment, in dem man etwas tut! “Because change happens if you live your visions dreams & desires!” Ein Aufruf an all jene, die meinen, das System sei zu komplex: Trau dich fragen. Informier dich. Halt dich am Laufenden. Nerv deine Lehrer. Deine Freunde. Deine Bekannten. Es gibt zahlreiche Quellen, sich ein Bild zu machen! Ein Zuruf denen, die das System heute machen: Wir brauchen mehr Politische Bildung in der Schule. Wir brauchen projektorientiertes Arbeiten. Wir brauchen Lehrer, die sich mit den Themen auskennen! Ein Aufruf an all jene, die das politische Bild prägen, an die PolitikerInnen und Partein: Geht auf Menschen zu. Bindet sie ein. Seid offen. Fordert Unterstützung ein. Diskutiert. Argumentiert. Und hört auf, Volksverarsche zu betreiben. Lasst eure politischen Spielchen sein. Macht partizipative, zukunftsorientierte Politik – egal welche Farbe! Und ein Ruf den Eltern entgegen: Bringt euren Kindern Fragen bei. Ja, das ist anstrengend. Aber wie, wie sollen sie es lernen, wenn sie es nicht früh üben?

Maslow. Herr Maslow hat 1962, vor über 45 Jahren, eine Theorie aufgestellt. Er meinte, dass Menschen verschiedene Schichten von Bedürfnissen hätten. Die unterste und elementarste Stufe sind die Körperlichen Bedürfnisse wie Durst, Hunger, Sexualität, Schlaf, Bedürfnis nach Bewegung / Anregung / Erregung / Ruhe, Schutz vor Witterung. Maslow meinte, dass wenn jeweils eine Stufe der Bedürfnisse befriedigt sei, wende sich der Mensch der Nächsten zu. Die zweite Stufe sah Maslow in den Sicherheitsbedürfnissen. Menschen wollen Dinge wie Stabilität, Zuverlässigkeit, Regeln, Ordnung, Gesetze und Grenzen, Freiheit von Angst / Bedrohung / Chaos, Schutz der Existenz, des Arbeitsplatzes und Eigentums, Altersvorsorge, Gesundheit. Ist auch das sichergestellt legt ein gesunder Mensch sich Maslow zufolge aber nicht vor den Fernseher. Er möchte mehr. Er versucht Soziale Bedürfnisse zu befriedigen. Er möchte Zuneigung, Kommunikation, Kontakt, sucht nach Akzeptanz der eigenen Person, will Liebe, Geborgenheit und “dazu gehören”. Er hat eine Abneigung gegen Einsamkeit / Ablehnung / Fehlen von Freunden und versucht solche Zustände zu beenden. Aber auch dann – so Maslow – lehnt sich das berechenbare Wesen Mensch nicht zurück. Es will mehr. Denn es hat ein Bedürfnis nach Achtung. Stärke, Erfolg, Tüchtigkeit, Macht und Wissen, Anerkennung, Prestige, Status, Aufmerksamkeit, Bedeutung, Respekt, Selbstbestätigung, „differenziert sein von anderen” ist das nächste Ziel, das er anstrebt. Hat man diese vier Grundstufen an Bedürfnissen befriedigt, könnte man meinen, der Mensch hat alles erreicht, was es so zu erreichen gibt. Man ist reich, stark, individuell und eigenständig. Hat Essen, Sex und ein Dach über dem Kopf. Ist abgesichert für die Zukunft und hat ein (starkes) soziales Netz. Aber Maslow sagte nein, da gibt es noch etwas anderes. Dieses “mehr” nennt sich Selbstverwirklichung: Volle Ausschöpfung und Entfaltung des im Menschen angelegten Potentials und das Ausleben der Einzigartigkeit. Weltverständnis, Spontanität, Natürlichkeit, Zielorientiertheit, Wunsch nach Alleinsein, Autonomie, Aufgeschlossenheit, Gemeinschaftsgefühl, Kreativität, Individualität, Selbstentfaltung, Selbstwertgefühl, Gestaltung des eigenen Lebens und der Umwelt, Ausschöpfung des eigenen Potentials. Für mich klingt dieses Modell soweit nachvollziehbar, logisch und richtig. Maslow bringt die verschiedenen Bedürfnisse in eine hierarchische Anordnung (die Maslowsche “Bedürfnispyramide”). Die höheren Bedürfnisse innerhalb der Hierarchie werden erst dann wichtig bzw. verhaltenswirksam, wenn die darunterliegenden Bedürfnisse befriedigt sind. Die physiologischen und Sicherheitsbedürfnisse (auf den untersten beiden Stufen der Bedürfnis-Hierarchie) haben Priorität und höchste Motivationskraft, solange sie unbefriedigt bleiben. Die Bedürfnisse einer höheren Ebene können nicht motivieren, solange Bedürfnisse der unteren Schichten nicht angemessen befriedigt sind. Soweit zu Maslows Theorie. (Ich habe mich bei der Auformulierung der Ausführung von glücksarchiv.de bedient, die überhaupt eine sehr empfehlenswerte Seite ist, auch Wikipedia hat nicht wesentlich mehr zu dem Thema zu bieten.)

Jetzt kandidiere auch ich!

Verfasst von Armin Soyka am Sonntag, 18 Oktober, 2009

ichkandidiere

Jetzt kandidiere auch ich und bin damit bis dato der jüngste Bewerber um einen Platz auf der grünen Liste für die Wiener Gemeinderatswahl 2010. Auf ichkandidiere.at gibt es dazu mehr Infos.

arminsoyka.atAußerdem darf ich ehrlich und stolz meine Webseite präsentieren, die nun in einem Stadium angelangt ist, in dem sie öffentlich zugänglich gemacht werden kann. Außerdem soll sie als erweiterte Informationsbasis für alle Wahlberechtigten der 63. Wiener Landesversammlung dienen, denen ich dort einen tieferen Einblick in meine Persönlichkeit und meine grünen Ideen geben möchte.

Eine Webprojekt ist niemals fertig. Wachsen kann es auch nur mit Feedback. Nutze die gegeben Möglichkeiten um mir zu sagen, was gut, was schlecht und was ok ist. Es hilft mir!

Das Selbe gilt für ichkandidiere.at. Die Option Fragen zu stellen sollte wahrgenommen werden!

Für Anmerkungen, Rückmeldungen und Fragen stehe ich im Blog, auf Facebook, Twitter und per Email natürlich gerne zur Verfügung. Auch persönliche Treffen lassen sich – so gewünscht – meistens vereinbaren.