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Nick Vujicic: Ja, ich bin glücklich!

Posted by on Mittwoch, 14 Oktober, 2009

“Ich heiße Nick Vujicic. Ich liebe es zu reisen, fischen, golfen und zu schwimmen. Ich liebe es zu leben. Ja, ICH bin glücklich

So beginnt eines der vielen Videos über Nick Vujicic, einem der wohl lebensfrohesten Menschen der Welt. Dann zoomt die Kamera weg. Nick hat keine Arme und keine Beine.

Auf seinem Weg von „Man with no limbs“ (Mann ohne Gliedmaßen) zu „Man with no limits“ (Mann ohne Grenzen) hatte auch er so einige Niederlagen zu überwinden – nicht zuletzt den Tod 3 seiner Familienangehörigen 2005.

Dennoch ist er überzeugt: „I wouldn’t change it“ Ohne seine Behinderung wäre es ihm nicht möglich vor Tausenden von Menschen zu reden und ihnen zu zeigen, dass selbst diese Hürde meisterbar ist.

Die Ärzte sagten, er würde niemals stehen können – geschweige denn gehen. Doch Nick machte sich nichts daraus, er beschloss sein Leben selbst zu leben und das Beste daraus zu machen. „You don’t have to believe others opinions!

Nick kann nicht nur vor großem Publikum reden und zigtausend Menschen Hoffnung geben, sondern auch ein eigenes Leben führen. Humorvoll erzählt er von seinem „Everyday life“ – schwimmen, golfen und neue Leute zu treffen stellen für ihn kein Hindernis dar. Nick kann surfen, er kann telefonieren und vor allem: Er kann etwas aus seinem Leben machen. “This is only the beginning, I mean, I’m only 23

Seinen Reden zuzuhören ist ein Erlebnis, das wohl kaum in Worten fassenbar gemacht werden  kann. Nick verurteilt sich nicht dafür in dem einen oder anderen Augenblick an sich gezweifelt zu haben, sein Leben verflucht oder sich gewünscht zu haben jemand anderes zu sein. Er bejammert nicht sein eigenes Leben, verurteilt nicht, wer ihn einst verspottete. Er versucht zu erklären, dass man etwas aus sich machen kann, dass jedes Leben lebenswert ist. Das einzige das einen behindert ist die eigene Vorstellungskraft.Don’t ask yourself and see what you don’t have- see what you do have! “ Nick versucht klarzumachen, dass man sich nicht an den Sachen festlegen soll, die einem fehlen – sieh dein Potential und mach etwas daraus ist seine wichtigste Botschaft.

Weiterführende Links: Nicks Webseite “Life without limbs”, Wikipediaeintrag auf Englisch, einige Youtubeplaylists

Der Artikel wurde von Kathi geschrieben, der ich ganz herzlich danken möchte!

Schubhaft überfordert

Posted by on Mittwoch, 16 September, 2009

Herauszufinden, was richtig und was falsch ist, ist für junge Menschen praktisch unmöglich, weswegen viele aufhören, nach der Wahrheit zu suchen und sich dem typisch österreichischen “Wuuurscht” zuwenden. Warum? Ich möchte versuchen hier ein Beispiel zu geben:

Drei Blogartikel, drei Videos und 36 Gesetztesstellen. Und ein junger Mensch, der das richtige tun, sagen, machen will und keine Ahnung hat, wie er dazu kommen soll!

  • Heinz Patzelt zum Hungertod in Schubhaft” – klingt logisch, macht Sinn
  • Alev Korun im Schubhaftzentrum Wien” – klingt auch sinnvoll
  • “Ist es also wirklich nur ein schlimmer Einzelfall, wenn „gesunde und muntere“ Flüchtlinge wie Gaganpreet Singh in einer Polizeizelle nach einer amtsärztlichen Kontrolle verhungern? Oder steckt dahinter nicht doch ein verrottetes System, das das Innenminsterium wider besseres Wissen seit Jahren duldet.” fragt Florian Klenk auf seinem Blog

Das alles macht Sinn, keine Frage, aber dann gibt es eben auch die anderen Stimmen, die irgendwie logisch klingen.

  • Aber wenn Maria Fekter zum Beispiel sagt: “Wenn jemand negative Bescheide erster Instanz, negative Bescheide zweiter Instanz, negativ beim Asylgerichtshoft plus Ausweisebescheide, rechtskräftige Abweisebescheide in Händen hält, dann wird es ihm nichts helfen wenn er kurz vor dem Einsteigen in das Abschiebeflieger wieder Asyl sagt als Folgeantrag.” Und das macht Sinn, oder etwa nicht? Und die Zweifel beginnen. Ist das System verrottet?
  • Wenn dann als zweites ein Blogger daherkommt, der zwar laufend Strittige, aber ehrlich-wirkende Artikel schreibt und im Suppenkaspar #1 und #2 in seinem Blog argumentiert, dass man den Haftentlassungsgrund “Haftunfähigkeit” streichen sollte, beginnen die Zweifel.

Es ist nicht leicht, das Richtige zu tun. Meistens sagt’s einem das Gewissen, aber was ist in solchen Fällen? Was soll man da tun? Aufgeben?