Beiträge mit dem Tag: Politiker

Fremde Stimme: Warum die Grünen nicht wählbar sind.

Verfasst von Armin Soyka am Freitag, 12 Februar, 2010

Viele Menschen haben etwas zu sagen. Viele davon werden nicht gehört. Gestern saß ich mit einem Freund zusammen. Er hatte was zu sagen. Er schrieb es mir auf. Hier sein Gastkommentar:

Ich werde die Grünen nicht wählen, weil sie zu aktuellen Themen nix sagen und für nix stehen. Weiterlesen »

Backanleitung für einen Wissenschaftsminister

Verfasst von Armin Soyka am Donnerstag, 24 Dezember, 2009

backebackeministerGestern war ich im C1 und durfte dort lauter spannende Dinge tun. Neben Kochen, Essen anliefern, Bohnen- suppe kosten, plaudern, Tischfußball spielen und ZiB2-Interviews geben, durfte ich auch backen. Und zwar nicht Kekse sondern einen Wissenschafts-minister. Ich wurde gebeten “unseren” Wissenschaftsminister zu backen. Aus Beobachtungsgabe, Kommunikations- fähigkeit und Chilli besteht mein Rezept. Weiterlesen »

Hüten Sie sich vor den leeren Schlagworten

Verfasst von Armin Soyka am Freitag, 18 Dezember, 2009

fremdestimmenlogoWie ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich meinen Blog vor einiger Zeit ein neues Gesicht verpasst. Ich habe mir auch ein paar Gedanken über verschiedene Kategorien gemacht, in denen ich bloggen möchte. Eine davon (diese!) heißt “Fremde Stimmen” und bietet Raum für Gastkommentare. Dies ist der erst Post in der Kategorie und soll ein eMail zitieren, dass ich als Antwort auf mein Interview im Standard erhielt. Weiterlesen »

Ihr daoben, Wacht auf!

Verfasst von Armin Soyka am Mittwoch, 9 Dezember, 2009

GeographieHeute ein weiterer Lichtblick. Ab und zu schaue ich in den ersten Klassen vorbei, weil ich es wichtig finde, dass die sich wohl fühlen. Da erzählt mir eine Zwölfjährige, dass sie nach Buenos Aires übersiedelt, weil ihre Mutter dort einen Job gefunden hat. Und bevor ich noch beginnen kann, Fragen zu stellen, schreit eine Mitschülerin auf: »Ist das in Albanien?« Und die Schnatterei beginnt. »Nein, das ist in Argentinien.« »Woher soll ich das denn wissen?« »Wo liegt Argentinien?« Die Spannung ist da. Weiterlesen »

Sprachmanipulation

Verfasst von Armin Soyka am Donnerstag, 1 Oktober, 2009

Tief Luft holen! “Formen und Methoden der Sprachmanipulation unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendung in der Politik” – so lautet der (zugegeben lange) Titel einer hochspannenden Fachbereichsarbeit die ich allen Politik-, Psychologie- oder Linguistikinteressierten ans Herz legen möchte.

Raphaela, eine ehemalige Klassenkollegin, hat sie geschrieben – die Beurteilung als “gut” hält meiner Prüfung stand, vielmehr würde ich für ein “sehr gut” plädieren. In sechs Kapiteln (Begriff der Manipulation, Sprachmanipulation, Formen und Methoden der Sprachmanipulation, Anwendungsgebiete der Sprachmanipulation, Strategien der Sprachmanipulation in der Politik und Praktischer Teil – Analyse einer Rede) und unzähligen Unterkapiteln bietet sie einen tollen Überblick und Einblick in die Thematik und man wird sich rasch bewusst, wie leicht man manipuliert wird. Den krönenden (sic!) Abschluss bildet eine Analyse dieser Heinz-Christian Strache Rede vor dem Nationalrat am 9. April 2008.

Nach dem Lesen der knapp 40 Seiten (keine Angst: doppelter Zeilenabstand, Inhaltsverzeichnis,…) weiß man, was unter  Manipulation zu verstehen ist, wer sie mit welchen Intentionen anwendet, wie das in der Realität praktisch ausschaut, wie man sich dagegen wehren kann und warum man so leicht darauf hereinfällt.

Als kleiner Vorgeschmack hier das Vorwort der Autorin:

1. Vorwort

Manipulation an sich hat mich schon immer interessiert. Angefangen hat es damit, dass ich mir im alltäglichen Leben die Frage gestellt habe, warum es Menschen gibt, die immer genau durchsetzen können, was sie wollen, und wie diese das machen. Ich habe festgestellt, dass wir fast den ganzen Tag manipuliert werden. Sobald wir auf die Straße gehen, werden wir von Werbung überhäuft, in Gesprächen wollen uns Freunde zu Handlungen überreden und die Medien haben ebenfalls die Macht, ihre Informationen mit einem gewissen meinungsbildenden Beigeschmack zu servieren.

Als ich dann im Zuge der österreichischen Nationalratswahlen 2008 im Sommer vor den ersten TV-Konfrontationen saß, begann ich über diverse Techniken der Manipulation nachzudenken und beschloss zu recherchieren. Sprachmanipulation in Verbindung mit Politik  begann mich mehr und mehr zu interessieren und ich entschied mich, eine Fachbereichsarbeit darüber zu schreiben. Ich wollte eine eigenständige Analyse einer Rede durchführen und überlegte zuerst einen Politiker der NS-Zeit heranzuziehen, jedoch kam ich bald dahinter, dass diese sehr häufig mit denselben Mitteln arbeiten und auf eine Art manipulieren, die nicht mehr versteckt ist. Aufgrund der in Österreich anstehenden Wahlen wählte ich die nationale Politik als Schwerpunkt meiner Betrachtung und beschäftigte mich auch aktiv mit einer Rede Heinz Christian Straches.

Ziel meiner Arbeit war es, diverse Techniken und Strukturen  des manipulativen Gebrauchs unserer Sprache zu durchleuchten und darauf aufmerksam zu machen, wie leicht ein Individuum und unsere Gesellschaft an sich beeinflussbar sind.

Hier ist der Link zur Fachbereichsarbeit als pdf-file: Sprachmanipulation in der Politik.pdf

Abschließend möchte ich der Autorin für die Arbeit, die sie sich gemacht hat, und die Erlaubnis, sie zu veröffentlichen, danken.