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Zur Lage der Nation: Schöne neue Welt

Posted by on Dienstag, 13 Dezember, 2011

Während in Wien, nach einer wochenlangen Dürreperiode, bei frühlinghaften vier Grad plus die Vögel von den Dächern zwitschern, steigt Kanada aus dem Kyotoprotokoll aus. Statt die CO2 Emissionen um sechs Prozent zu reduzieren hat Kanada zwischen 17 und 26 Prozent zugelegt. Jetzt entzieht Kanada sich den Strafzahlungen und zeigt all jenen Ländern, die ernsthafte Anstrengungen und vor allem Investitionen in diese Richtung unternommen haben, den Stinkefinger. Rechtlich möglich, moralisch eine bodenlose Frechheit und ein Gesichtsverlust sondergleichen. Besonders die Schwellenländern werden hier einmal mehr übers Ohr gehauen. Von ihnen verlangt man, dass sie auf (unnachhaltiges) Wachstum verzichten, das auf Kosten der Umwelt gehen würde, während die westlichen Länder weiter emmitieren, was sie wollen. Und dann die Skrupellosigkeit besitzen zu sagen: “Kyoto hat keine Zukunft, deswegen bemühen wir uns nicht und zahlen auch nix für unsere Versäumnisse.”

In Durban wird währenddessen ein Klimaschutzabkommen unterzeichnet, das überhaupt erst in Kraft tritt, wenn sich das historische Zeitfenster, zur Minimierung der Klimaerwärmung schon wieder geschlossen hat. Und Minister Berlakovic spricht von einem großen Erfolg.

Gleichzeitig verdichten sich die Verschwörungstheorien, den Klimawandel gebe es gar nicht. Die Tatsache, dass sich tausende Wissenschaftler zusammen auf eine (grobe) These einigen konnten, interessiert immer weniger Menschen, solange es ein paar Forscher und viele Lobbyisten und (gekaufte?) Politiker gibt, die die bequeme Wahrheit propagieren und von der Klimalüge quasseln.

Aber so geht nichts weiter, so fahren wir nur mit Vollgas an die Wand. Jedes Jahr fließen 12 Mrd Euro an Energiekosten aus Österreich ins Ausland. An unsere Lieblingsländer Saudi Arabien, Iran oder Russland. Diese 12 Milliarden könnten wir gut brauchen um in Österreich nachhaltige, dezentrale, umweltfreundliche und souveräne Energiepolitik zu machen. Es gibt eine Unmenge an Konzepten, wie wir sehr schnell, sehr sehr viel von diesem Geld in Wertschöpfung in unserem Land ummünzen können. Da braucht es eine Kraftwerksoffensive – Dörfer mit eigenen Biomassekraftwerke. Das bringt Unabhängigkeit vom Gaspreis, schafft Arbeitsplätze, spart CO2 und hält Wertschöpfung im regionalen Umfeld. Da braucht es eine Dämmoffensive – das spart nicht nur den BewohnerInnen Energiekosten, sondern bringt auch der Bauwirtschaft Beschäftigung. Da braucht es noch viel viel mehr Forschung in erneuerbare Energien, da braucht es ein neues Energieeinspeisegesetz, da braucht es Aufklärung in Schulen und Betrieben über Energieeffiziens und ja, da braucht es auch andere Mobilitätskonzepte. Die heilige Sau, das Auto – gerade im urbanen Bereich – ist ein gefährliches, unfaires, lärmendes, stinkendes Beförderungsmittel und muss Platz machen für Öffis, Rad- und Fußverkehr.

In Wien kommen hier gerade ein paar Sachen ins Rollen. Aber auch hier mahlen die politischen Mühlen langsam. Es geht schon was weiter (großes Passivhaus, Öffis billiger, Radverkehrsausbau, Parkraumbewirtschaftung, T30, Schluss mit Glastürmen,..). Revolutionär wird es vor einer grünen Absoluten vermutlich nicht so schnell werden. ÖVP und (große Teile der) SPÖ stehen hier nicht auf der Bremse, sie haben das Problem überhaupt noch nicht erfasst. Deswegen meine These: Aus der Krise kann uns nur eine mutige, freche und verständliche grüne Partei führen. Wir sind die einzigen, die vor allem die Chancen für Lebensqualität und Wirtschaft die sich aus Klimawandel und Peak Oil ergeben erfasst haben, Konzepte zu deren Nutzung haben und auch (soweit es die politischen Rahmenbedingungen irgendwie zulassen) Ernst machen mit ihrer Umsetzung.

Über die Alternativen singt Culcha Candela in Schöne neue Welt. Oder seht ihr noch weitere? So geht’s jedenfalls nicht.

Über die Freude an den Daten

Posted by on Freitag, 9 Dezember, 2011

Dieser Artikel ist der erste Eintrag in meinem Lerntagebuchs zur Vorlesungsreihe “Nachhaltigkeit – Schlagwort oder zukunftsträchtiges Konzept oder” zum Block 2 – soziale Nachhaltigkeit.

Wer soziale Nachhaltigkeit konsequent denkt, landet bei zwei Komponenten, die gleichermaßen erfüllt werden müssen.

Es braucht eine faire Verteilung der vorhandenen Ressourcen auf und ansprechende Lebensmöglichkeiten für alle Menschen dieser Erde. Gleichzeitig dürfen unter unserer Nutzung der Erde nicht folgende Generationen leiden.

Diese Überlegungen sind naheliegend und nicht neu – dennoch tut sich wenig. Wir treiben Schindluder mit unserem Planeten, nutzen unsere Brüder und Schwestern – nicht nur die mit anderer Hautfarbe aus. Vor allem auf die revolutionären Veränderungen wartet man vergeblich.

Aber es scheitert nicht am Wollen. Jeder vernünftige Mensch teilt die Auffassung, dass es soziale Nachhaltigkeit braucht. Auf der Suche nach möglichen Gründen liefert Hans Rosling einen interessanten Input. Er macht Vorurteile zu einem Teil des Problems. Und hat mit seiner Software Gapminder eine bahnbrechende Antwort gegeben. Rosling ist schwedischer Professor für Internationale Gesundheit und war lange Zeit Berater der WHO, der UNICEF und mehrerer Hilfsorganisationen.  In einer seiner großartigen Präsentationen auf TED (http://ted.com – Ideas worth spreading) erklärt er seine Überlegungen:

“Vor ungefähr 10 Jahren übernahm ich die Aufgabe, schwedischen Studenten im Grundstudium globale Entwicklung zu lehren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich seit ca. 20 Jahren gemeinsam mit afrikanischen Organisationen Hunger in Afrika untersucht, sodass von mir erwartet wurde, dass ich ein wenig über die Welt Bescheid wusste. [..]

Ich habe zu Beginn einen Test gemacht. [..] „Welches Land hat die höchste Kindersterblichkeit innerhalb dieser fünf Paare?“ Ich hatte sie so ausgewählt, dass in jedem der Länderpaare, die Kindersterblichkeit eines Landes doppelt so hoch wie die des anderen war. Das bedeutet, dass der Unterschied deutlich größer als die Unsicherheit der Daten ist. [..] Ich habe ein Konfidenzinterval erhalten, das ziemlich eng ist: von fünf möglichen Antworten waren 1,8 richtig.

Eines Nachts, als ich den Bericht verfasste,wurde mir meine Entdeckung wirklich bewusst. Ich habe gezeigt, dass Schwedens beste Studenten, statistisch gesehen, wesentlich weniger über die Welt wussten als Schimpansen. Denn Schimpansen würden die Hälfte richtig auswählen, wenn ich ihnen zwei Bananen mit Sri Lanka und der Türkei geben würde. Sie würden in der Hälfte der Fälle richtig liegen.

Aber die Studenten taten dies nicht. Das Problem war meines Erachtens nicht Dummheit – es waren vorgefasste Meinungen.”

Als Reaktion auf diese Erkenntnis erfand Rosling Gapminder. „Fighting the most devastating myths by building a fact-based world view that everyone understands.“ ist das Ziel. Zu erreichen sucht er es über die Visualisierung von Daten. Er sagt: „Having the data is not enough – I have to show it in ways people both enjoy and understand.“

Ein Problem komplexer Vorgänge ist, dass sie schwierig zu erfassen sind. Vor allem sobald wir Zusammenhänge zwischen mehr als zwei Variablen abbilden möchten, können wir mit unserem ursprünglichen Koordinatensystemen nicht viel ausrichten.

Rosling hat es mit Gapminder geschafft Zusammenhänge zwischen fünf Variablen seinen Anforderungen systematisch und eingänglich entsprechend zu visualisieren.

Gapminder geht dabei folgendermaßen vor: Auf X und Y – Achse werden wie gewohnt verschiedene Daten (oft logarithmisch) aufgetragen – als Datensätze stehen hier sämtliche Statistiken der UNO zur Verfügung – die Punkte  stehen für verschiedene Länder, Kontinente oder Provinzen, ihre Größe steht hierbei für die Population der Länder. Um die Trends anschaulich und nachvollziehbar darzustellen werden nun die Datensätze für ein gewisses Intervall an Jahren hintereinander gezeigt. So lassen sich zwei Eigenschaften beliebig vieler Länder über die Zeit hinweg miteinander vergleichen. Es entstehen Trends.

Gapminder ist ein Werkzeug um die Welt besser zu verstehen. Um Zusammenhänge nachzuvollziehen, die sonst untergehen würden. Und um Vorurteile zu widerlegen. Aber wirklich spannend wird es, wenn Hans Rosling sein Tool selbst verwendet. Der Enthusiasmus, die Freude und die Ernsthaftigkeit mit der er die Entwicklung der Welt kommentiert steht einem weltklasse Sportkommentator um nichts nach und so nimmt Rosling einen mit auf eine packende Reise durch 200 Jahre Weltgeschichte. Und so schaut das aus:

Fragen unserer Zeit

Posted by on Mittwoch, 26 Oktober, 2011

Dieser Artikel ist der zweite Eintrag in meinem Lerntagebuchs zur Vorlesungsreihe “Nachhaltigkeit – Schlagwort oder zukunftsträchtiges Konzept oder” zum Block 1 – ökologische Nachhaltigkeit.

Was sind die größten Probleme unserer Zeit, welche Aspekte umfassen sie und gibt es Lösungen?

 

  1. Wachstum
  2. Verteilung
  3. Ressourcenknappheit
  4. Bildung schafft Zukunft
  5. politische Entscheidungsfindung

Wachstum. Das Wachstumsparadigma ist der elementarste Glaubenssatz unserer Zeit: Nur durch (exponentielles) Wachstum lässt sich Wohlstand schaffen, sichern und ausbauen. Diese Grundannahme zwingt uns immer schneller zu laufen und immer mehr zu konsumieren. Ob wir wollen oder nicht. Ob uns das glücklich macht oder nicht. Andere Aspekte der Wachstumsproblematik sind Fragen des Finanzsystems (Zinseszins), Weltbevölkerung (->Verteilung) und Rohstoffnachfrage (-> Ressourcenknappheit).

Verteilung. In Masse der Bevölkerung der (westlichen) Industrienationen macht sich die Angst breit. Die “working poor” beginnen trotz Vollzeitarbeit zu hungern, der “Mittelstand” kämpft mit dem sozialen wie wirtschaftlichen Abstieg während die Eliten es sich Richten können. Die Vermögensverteilung spitzt sich weiter zu. Die sozialen Spannungen steigen. Durch die Digitale Revolution wird die globale Ungerechtigkeit der Verteilung des vorhandenen Kuchen auch für die bisher “ärmeren Länder” in seinem vollen Ausmaß ersichtlich (-> Informationsasymmetrie). Während Europa mit sich selbst beschäftigt ist kauft China ganz Afrika auf (-> Ressourcenknappheit).

Ressourcenknappheit. Die fortschreitende Industrialisierung der Schwellenländer zeigt erst das wahre Ausmaß des Ressourcenhungers von Ländern wie Indien, Brasilien oder China mit -> Wachstumsraten im zweistelligen Prozentpunktebereich. Peak Oil, eigentlich peak everything lässt erahnen vor welchen sozialen Umwälzungen (-> Verteilung) und -> politischen Grundsatzentscheidungen wir im kommenden Jahrhundert stehen werden.

Bildung schafft Zukunft. Welche Bildung wollen wir? Junge Menschen werden zu Konkurrenz statt zur Kolaboration erzogen. Im Westen verbringen sie den Großteil ihrer Kindheit vorm Fernseher oder hinter Gittern (Zäunen). Selbsterfahrung ist kaum möglich. In der Schule werden sie mit Frontalunterricht gelangweilt bis ihre Neugierde, ihr Wissensdurst und ihre Kreativität auf ein Minimum reduziert wurde währen in den ärmeren Ländern gar keine Bildungseinrichtungen existieren.

Politische Entscheidungsfindung. Angesichts der Vielzahl an gesellschaftlichen Umwälzungen (-> Verteiung, ->Ressourcenknappheit, -> Wachstum) aber auch deren weitreichenden Folgen (Klimawandel) wird die internationale Zusammenarbeit der globalen Player immer wichtiger. Aber vor allem den politischen Akteuren sind die Hände gebunden – neben einer systemimmanenten Ideenlosigkeit ist der Druck Partikularinteressen über das Gemeinwohl (-> Verteilungsfragen) zu stellen unzumutbar.

Meiner Meinung nach sind dies die großen Problemkomplexe – mit ihrer Vielzahl an Facetten – die es in diesem Jahrhundert zu lösen gilt. Aber die Zeit drängt. Einige Lösungsansätze zur Diskussion in den Raum geworfen:

  • Lebensqualität von Konsum entkopplen
  • Weg mit dem Wachstumsparadigma
  • Kompetenzen nach unten (Region) und nach oben (Transnational) abgeben

Wachstum in der Natur

Posted by on Mittwoch, 26 Oktober, 2011

Dieser Artikel ist der erste Eintrag in meinem Lerntagebuchs zur Vorlesungsreihe “Nachhaltigkeit – Schlagwort oder zukunftsträchtiges Konzept” zum Block 1 – ökologische Nachhaltigkeit.

Die Natur ist schlau. Vom Urknall an bis heute hat sich unser Planet stets verändert. Am Anfang radikaler und dann immer langsamer – aber auch heute noch stetig. Und dennoch war sie meist im Gleichgewicht. Trotz oft widriger Umstände hauchte die Evolution der Erde Leben ein. Ein langer Weg war es – von den ersten Bakterien zu komplexen Ökosystem. Und nach etwa 4 Milliarden stehen wir wo wir heute sind und machen uns Gedanken über die Regeln nach denen Natur funktioniert. Gravitation, Licht oder Wachstum.

Gerade letzteres konnte man in der Natur zu allen Zeiten beobachten. Die Gesetzmäßigkeiten nach denen die Evolution Veränderung organisiert sind so simpel wie unumstößlich. Sie geben den Rahmen vor in dem wir als Teil eines (begrenzten) (Öko)Systems handeln – also aggieren wie wirtschaften – können.

Grundsätzlich lassen sich vier Arten des Wachstums unterscheiden – lineares, exponentielles, beschränktes und logistisches Wachstum. Während die ersten beiden Typen in der Theorie unbegrenzt wachsen können, liegen beim beschränkten und logistischen Wachstum Grenzen vor an denen Schluss ist mit lustig.

Das lineare Wachstum ist stetig. Pro Zeiteinheit kommt eine bestimmte Menge zur Ausgangsgröße dazu. Aufhören zu wachsen tut es nicht, schneller wird es allerdings auch nicht. Es geht beständig seinen Weg. Das exponentielle Wachstum weiß ganz genauer wohin es will: hinauf. Es wächst in Proportion zur vorigen Größe und wird so immer schneller immer größer. Bis es fast senkrecht in den Himmel schießt. Das beschränkte Wachstum hingegen weiß wo Schluss ist. Die Wachstumsrate wird stets kleiner enden tut der Wachstumprozess allerdings nie. Mit der Zeit nähert sich die Funktion der Wachstumsschranke an und wird mit der Zeit unendlich klein. Auch das logistische Wachstum kennt seine Grenzen. Es wächst erst exponentiell, am halben Weg zur Schranke dreht sich die Situation und das Wachstum nimmt ab und strebt gegen Null.

In der Natur kommen alle vier Arten des Wachstums vor. Da Ökosysteme jedoch empfindlich sind und Gleichgewichte bedingen, gibt es unbeschränktes Wachstum meist nur dort wo Ungleichgewicht oder Krankheit zu finden sind. Exponentielles Wachstum kann man in der Natur immer dann beobachten wenn neue Tier oder Pflanzenarten eingeschleppt werden auf die das Ökosystem nicht vorbereitet war.

 

Ausbreitung der Aga-Kröte zwischen 1940 und 1980

Die Ansiedlung der Aga-Kröte in Australien führte zu einem exponentiellen Wachstum da es keine natürlichen Feinde hatte. Unter der Konkurrenz litten die einheimischen Lurcharten, Schlangen und Mader. Mittlerweile haben sich einige Tiere an die neue Tierart angepasst, fressen sie und das Wachstumszahlen der Aga-Kröte sinken. Auch die Ansiedlung und exponenzielle Ausbreitung des Nilbarschs und der Wasserhyazinthe im Viktoriasee, dem indischen Springkraut im Bayern oder den Riesen-Bären-Klau Stauden in Schweden brachte die lokalen Ökosysteme in ein kurzfristiges Ungleichgewicht. Aber auch hier war das exponentielle Wachstum nicht von Dauer. Das einzige in der Natur vorkommende wahrhaft stetige exponentielle Wachstum ist das von Viren. Wachsen sie jedoch stetig weiter, töten sie ihr Wirt über kurz oder lang. Auch Krebszellen vermehren sich exponentiell. Bis der Organismus der sie beherbergt stirbt. Und sie selbst gleich dazu. Kein sonderlich nachhaltiges Konzept.

Beschränktes Wachstum hat die Natur lieber  - sei es bei Bäumen oder Menschen. Beinahe alle Wachstumsvorgänge in der Natur sind beschränkt. Mal rascher, mal langsamer – aber stets auf das Gleichgewicht bedacht über kurz oder lang. Wer sich nicht daran hält, mit dem macht die Evolution bekanntermaßen kurzen Prozess um sich selbst zu schützen und die Gleichgewicht wieder herzustellen. Auch menschlichen Zivilisationen ist das in der Vergangenheit schon passiert und wir sollten es uns vor Augen halten, wenn wir ein ökologisches, soziales oder ökonomisches System für das neue Jahrtausend bauen wollen. Die Erde gibt uns die Rahmenbedingungen vor. Nicht wir ihr.

Lerntagebuch SOLV Nachhaltigkeit

Posted by on Donnerstag, 13 Oktober, 2011

Auch dieses Semester bietet die Studienrichtungsvertretung der VWL wieder eine SOLV, eine selbst organisierte Lehrveranstaltung an. Das heißt konkret: ein gewisser Professor übernimmt am Papier eine Lehrveranstaltung mit zwei Semesterstunden, den Inhalt bestimmen aber die Studierenden selbst. In diesem Fall Der Titel der Lehrveranstaltung lautet dieses Semester “Nachhaltigkeit – Schlagwort oder zukunftsträchtiges Konzept?” und ist nach dem Modus einer Ringvorlesung organisiert. Das Thema ist herunter gebrochen in die drei Kernbereiche: Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Nachhaltigkeit und Ökonomische Nachhaltigkeit. Zu den drei Themenblöcken präsentieren verschiedene RednerInnen oder Institute (AK, Seri,..) ihre Vorstellungen, Ideen und Konzepte.

Die Leistungsbeurteilung der Lehrveranstaltung basiert auf dem innovativen Konzept von Lerntagebüchern (oder abschließenden Texten). Die Studierenden werden dazu angehalten für sich selbst relevante Themen im Bezug auf Nachhaltigkeit aufzugreifen zu reflektieren und die eigenen Gedanken zu dem Thema niederzuschreiben.

In der Kategorie Lerntagebuch Nachhaltigkeit werde ich meine Beiträge hier online stellen. Den einen oder die andere mögen sie interessieren – mir erleichtert sie die administrative Arbeit. Denn was eignet sich besser um ein Tagebuch zusammenzustellen als eine Tagebuchschreibsoftware.

Medienmix vom Donnerstag, 17. Dezember 2009

Posted by on Donnerstag, 17 Dezember, 2009

medienmixlogo “Banking ökologisch und sozialschreibt über die twitternde GLS Bank, die den Kunden entscheiden lässt wo sein Geld hinfließt. Zur Auswahl stehen: Ökologische Baufinanzierung, erneuerbare Energien, Leben im Alter, Freie Schulen und Kindergärten, Gesundheit, ökologische Landwirtschaft, Behinderten-Einrichtungen, Wohnprojekte, Kultur oder die Biobranche. Read the rest of this entry »

Livebericht: it’s becoming “european” style

Posted by on Montag, 5 Oktober, 2009

A friend went to Cambodia. She send me a message from back there. It made me think a lot. It made me sad. Here is what she wrote:

I just wanted to tell you a little bit about my Cambodian experience before answering what you told me. It was great ! I really enjoyed my time there : we first stayed a few days in Phnom-Penh (capital city) and then we went to small villages in the North of the country. These places are not very picturesque, we were the only tourists there, but maybe that was the best part of the stay because we really had the opportunity to share Cambodian people’s life ! I think that during my experiences over the world, I have rarely met such friendly and caring people : they were welcoming us so well… I liked it because they weren’t doing it to get money from us and it wasn’t submission either : i guess it’s just the way they are ! One day a monk asked us to enter his English class (he was the teacher) and to start talking with his students. I also appreciated monks because they were very kind and tolerant (in fact I think that it’s the buddhist religion who is really open-minded and tolerant… but that’s another story !). At the end of the stay we went to Angkor, THE famous monument of the country, everyone who goes to Cambodia visits it. It was beautiful but I also realized the bad consequences of tourism : Siem Reap, the city which is next to this famous site suffers a lot from tourism and is loosing its identity : pubs and clubs everywhere and it’s becoming “european” style…

Does this have to be the consequence of tourism? Does money really just produce superficial wealth but really destroys culture and human? Do we want this to happen? What can we do against it? Are we aware of what we are doing? Do we try to? Do we want at all? Are we changing anything?