Beiträge mit dem Tag: FPÖ

Strache, Sie Clown

Verfasst von Armin Soyka am Mittwoch, 20 Januar, 2010

jugendgegenstracheHeute ist der neue Falter (Ausgabe 03/2010) herausgekommen. Auf dem Titelbild (siehe links) ein großer Clown. Mit der Überschrift: “Strache, Sie Clown!” Denn nichts anderes ist Er. Egal ob als StraCHE oder Bürger- meisterkandidat (mit Umfragewerten bei 28 %). Bei Anträgen im Parlament (Danke VdB!), HC Strache Podcasts oder besonders schön zu sehen war es erst kürzlich “beim Kaiser“. Der Mann ist ein Clown! Und deswegen tun wir was. Weiterlesen »

Lernen präsent zu sein.

Verfasst von Armin Soyka am Samstag, 14 November, 2009

„Seit zwei Jahren hat es keine Wahl gegeben, bei der sich die FPÖ nicht mindestens verdoppelt hat.“ Den Satz habe ich am Medienkongress gehört. Im Gespräch mit einem FPÖler. Nicht nur Wähler sondern auch Mandatar. In Steyer sitzt er im Gemeinderat. 19 Jahre ist er jung. Und man glaubt es kaum – er ist ganz sympatisch. Er wirkt weder wie ein Faschist, ein Sexist, ein Antisemit, oder ein Antidemokrat, er hat keine Angst vor Homosexuellen und er ist sogar gegen Atomstrom. Was er sagt hat Hand und meistens Fuß. Er ist engagiert, rhetorisch abgeklärt und wirkt sehr bedacht. Wie das sein kann? Das soll er selbst erklären. Ich habe ihn eingeladen, hier, auf meinem Blog, einen Gastbeitrag zu veröffentlichen und zu erklären, warum er die FPÖ super findet. Vielleicht wird es dann verständlicher.

Ob seine Aussage wahr ist oder nicht, habe ich nicht überprüft. Im Grunde ist es auch nicht wichtig, ob 50, 70 oder 30 Prozent dazugewonnen wurden. Klar ist, dass die FPÖ gewinnt und gewinnt und gewinnt. Warum? In den letzten zwei Wochen sind mir dazu mehrere interessante Impulse über den Weg gelaufen. Ich möchte hier meine Überlegungen teilen und zur Diskussion stellen.

Analyse

Es ist ja nicht so, also ob die Blauen Lösungsansätze hätten. Zumindest sehe ich das so. Da war mein Freund natürlich anderer Meinung. Er bekommt die Möglichkeit hier zu erklären, warum die FPÖ nicht nur wählbar sondern die beste Wahl für jeden ist. Wir werden sehen, ob er das Angebot annimmt. Gehen wir aber einfach davon aus, dass die FPÖ nichts zu bieten hat. Warum aber wird der rechte Rand stärker, wenn er keine Lösungsansätze hat? Ich denke, man kann den Erfolg an einem Punkt festmachen, der sich in drei Unterpunkte unterteilen lässt.

Die FPÖ ist präsent. Sie ist in den Köpfen und ja, auch in den Herzen der Menschen. Egal ob mit Positivem oder Negativem verknüpft, die FPÖ macht Schlagzeilen. Was sie stark macht ist, dass…

… sie an die Orte geht, an denen „die Menschen“ sind. Seit der Nationalratswahl 2008 im September habe ich über 10 Stände gesehen und dort durchaus stundenlang mit Menschen diskutiert. Die haben sich freiwillig hin gestellt, um für die Sache, von der sie überzeugt waren und sind, einzustehen und ein „gutes“ Wahlergebnis zu erreichen. Das Prinzip Brot und Spiele haben sie verstanden auf die heutige Zeit umzulegen. Bier und Würstel, dazu Musik. Das sind „Wahlveranstaltungen“ zu denen „man“ gerne geht. Die FPÖ ist präsent.

… sie persönliches Marketing macht. Von der FPÖ bekommt man keine Massenaussendungen à la „am xx.xx. uns wählen. Wir für sie“, da bekommt jedeR einen auf die Person zugeschnittenen Brief. Jugendliche zwischen 16 und 23 bekommen einen Comic, der in einer einfachen Sprache und plakativ erklärt, warum der HC Man die Welt retten kann und wird. Frauen zwischen 27 und 43 bekommen einen hoch feministischen Brief, in dem Herr Strache erklärt, dass die FPÖ DIE Frauenpartei Österreich ist. Menschen mit “ausländischklingendem” Namen bekommen eine Aussendung, in der Heinz-Christian erklärt, dass sie eh die guten „Ausländer“ sind, gegen die er eh nichts hat. Auch PensionistInnen bekommen eine Wahlempfehlung: FPÖ wählen, denn wir wollen höhere Mindestpensionen. Die Jugendlichen werden zusätzlich von StracheRap und professionellen Facebook und Youtubeaccounts angesprochen. Die FPÖ ist präsent.

… sie verständlich ist. Die FPÖ spricht eine klare Sprache. „Daham statt Islam“ versteht man einfach. Es ist eine Frage der Kommunikation. B versteht, was A meint. Aus einem Gespräch mit einem niederländischen Freund ging hervor, dass er mit seinen mäßigen Deutschkenntnissen in TV Konfrontationen nur Herr Strache durchgehend folgen kann. Die FPÖ ist verständlich. Die FPÖ ist präsent.

All diese drei Punkte machen die FPÖ stark. Aber in Wirklichkeit ist es ja nicht die Stärke der FPÖ, die sie Wahlen gewinnen lässt. In dem Blogbeitrag Man kam mir zuvor habe ich bereits zitiert: „Wer nicht möchte, dass die Jugend Rechts wählt, muss eine bessere Alterntive bieten!“ Das gilt nicht nur für die Jugend, sondern trifft auf alle Altersstufen zu. Der Grund warum die FPÖ „so“ stark ist, ist nicht sie selbst, sondern die Inkompetenz der anderen Parteien diese drei Dinge zu tun.

  1. Menschen auf der Straße anzusprechen, präsent zu sein
  2. Menschen mit Werbung anzusprechen und für die eigene Idee zu gewinnen, präsent zu sein.
  3. Sich verständlich auszudrücken, präsent zu sein.

Was wir daraus lernen können.

Silivia Nossek hat letztens gesagt: „Das, was Herr Strache tut, kann man nicht nachmachen.“ Und natürlich können und werden wir Grünen seinen (Schein-) Inhalt nicht nachahmen. Aber wir haben es ja auch gar nicht nötig zu hetzen und zu lügen, Stereotypen zu stärken und Angst zu verbreiten. Wir haben unseren eigenen Inhalt. Ich habe diesen Sommer das Grundsatzprogramm der Grünen ziemlich eingehend studiert und bin seitdem überzeugt, dass wir zu jeder Problemstellung eine ernstzunehmende und überlegte Alternative anzubieten haben. Egal ob Zuwanderung, Drogen, Arbeits- oder Finanzmarkt. Wir haben gut gewählte Standpunkte zu Pensions- und Bildungssystem, zu Außen- wie Sicherheitspolitik. Es liegt nicht an unseren Ideen. Wir können. Aber wir haben Angst anzuerkennen, dass die FPÖ es am besten schafft mit ihren Aussagen – wie falsch die auch sein mögen – durchzukommen.

Haben wir keine Angst. Lernen wir von ihnen, wie man ankommt. Transportieren wir unsere großartige Ideen und setzen wir sie so um, dass auch klar ist, dass wir es waren. In den letzten 20 Jahren wurde vieles von uns abgeschrieben. Dass die ÖVP die Nachhaltigkeit in ihrem Grundsatzprogramm als zentrales Ziel präsentiert, ist unser Verdienst. Genauso treiben wir die SPÖ in Wien seit Jahren vor uns her. Dass sie soviel umsetzt, liegt zu einem großen Teil an unseren Initiativen. Aber was unter der Oberfläche, in unseren Gremien und Sitzungen, passiert sieht niemand. Genausowenig wie gesehen wird, dass die FPÖ keine Lösungen zu bieten hat, genausowenig sieht man, was wir alles erreichen, umsetzten und wollen. Wir müssen präsent sein.

Ich schlage vor, dass wir…

… vermehrt dort sind, wo die Menschen sind. Im letzten Jahr habe ich keinen einzigen grünen Straßenstand gesehen. Mag sein, dass ich einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war. Oder die Augen einfach zu hatte, aber ich bin nicht der einzige, der das Gefühl hat, die Grünen seien unterrepräsentiert. Unsere grünen Ideen unter die Leute zu bringen braucht Zeit und Motivation. Wenn wir wachsen wollen (und das ist unbestritten), dann müssen wir diese Ressourcen aufbringen.

… neue Gesichter zu den Grünen holen und zwar in Scharen. Wenn wir Menschen vor dem Supermarkt, nach dem Arzt, in der Schule und neben der Arbeit erreichen wollen, dann kann der Weg nur über eine deutlich dynamischere, größere und vor allem komplexere Freiwilligenstruktur führen. Wachsen tut man nicht von heute auf morgen. Wahlkampf ist fünf Jahre lang sagt man und das stimmt. Aber vor allem müssen wir neue Konzepte ausarbeiten. Das könnte so aussehen: Pro Bezirk / Land / Gemeinde gibt es einen Pool an Freiwilligen. Er enthält alle, die in ihrem Kreis irgendetwas mit den Grünen zu tun haben. Aus diesem Pool bilden sich immer wieder Gruppen mit acht bis 13 Freiwilligen, die Projekte aller Art (Gesundheit, Homosexualität,…) umsetzen. Die wichtigste Aufgabe dieses Pools wäre es, den Pool weiter zu füllen. Funktionieren wird das nur, wenn wir den Spaß in der Politik (wieder-) finden. Wir werden nur präsent sein, wenn wir viele sind.

… den Spaß an der Politik und den Dienst an der Gemeinschaft, den wir empfinden, wahrnehmbar machen. Etwas zu gestalten. Sich einzubringen. Zu diskutieren und zu sehen, wie aus Visionen Ideen, aus Ideen Projekte und aus Projekten Veränderung, Verbesserung wird, dass ist etwas erfüllendes. Wir werden nur präsent sein, wenn wir bei dem was wir tun Spaß haben und zeigen.

… jeden Menschen einzeln ansprechen. Mit ihm das Gespräch suchen und auf seine Bedürfnisse und Ängste individuell eingehen. Hier kommen wir wieder zum ersten Punkt. Dafür braucht es (viele) motivierte und engagierte Freiwillige. Wir werden nur präsent sein, wenn wir jeden einzelenen ernst nehmen.

… den Mut aufbringen eine Sprache zu sprechen, die verstanden wird. Worte dienen der Kommunikation. Es bringt weder uns noch unserer Sache etwas, wenn wir politisch korrekt sprechen, aber nicht gehört, nicht verstanden werden. Das Wort AusländerIn ist falsch, aber es zu verwenden, macht uns nicht zu schlechten Menschen. Wir werden nur präsent sein, wenn unsere Kommunikation funktioniert.

Es gibt viel zu tun. Bei zehn Prozent ist lange nicht Schluss. Aber wir müssen eben ein paar Dinge besser machen, einiges lernen. Solange wir uns das bewusst machen und an uns arbeiten, werden wir präsenter – von Tag zu Tag. Weil die Zukunft grün sein muss.

Ein Argument zu diesem Video

Verfasst von Armin Soyka am Montag, 12 Oktober, 2009

Herr Strache liefert seit kurzem auf seinem Facebookprofil in der Sendereihe “HC Strache – Ohne Maulkorb” etwa zwei mal pro Woche seine Ansichten zu allen möglichen Themen. Viel habe ich auf Facebook schon über diese Videos diskutiert, mehrere Kommentare zu dem untersten Video haben das Fass zum Überlaufen gebracht.

ich will jz ned wieder als rechts extrem genannt werden aber kein mensch dieser welt könnte mir ein gültiges gegen argument zu diesem video sagen. Ich vertseh auch nicht was an diesem video so org is, das es so is kann keiner leugnen. Mag sein das sich die FPÖ in anderen sachen deppat verhält aber das was in diesem video vorkommt triffts ziemlich genau…

Hat da ein Freund auf Facebook unter das Video “Integration von HC Strache” geschrieben (facebook/youtube). Die Argumente will ich hier bringen. Ich weiß, dass ich Herrn Strache damit mehr Raum gebe, seine Ideen an den Mann/Frau zu bringen, aber ich kann nicht anders! Er macht Angst, er hetzt, er lügt. Das muss einmal eingehend belegt werden.

Eines noch. Ich sage nicht, dass Herr Strache ein Nazi ist, ich sage nicht, dass alle FPÖ-Wahler (oder Mandatare) Faschisten sind und ich sage auch nicht, dass die FPÖ grundsätzlich lügt. Ich schwinge nicht mit der Faschismuskeule sondern versuche zu zeigen, was alles falsch ist an dem, was in diesem Video gesagt wird.

“Wien ist eine der sichersten Städte der Welt” – richtig!

“Dieser Ruf ist ernsthaft in Gefahr, es vergeht kaum ein Tag an dem die großen Tagesmedien nicht von Einbrüchen, Überfällen und auch Mordanschlägen berichten” – Falsch! Geht man auf standard.at, diepresse.com, orf.at oder kurier.at (das sind, denke ich, die großen Tagesmedien) findet man auf den Startseiten genau 4 Artikel bzgl Sicherheit in Österreich (Wien: Polizei entfernt Hausbesetzer in Favoriten, Kriminalität: Aufklärung steigt kaum, Massenschlägerei in Traiskirchen und Österreich für Schlepper “goldenes Land”), einer davon hat etwas mit Wien zu tun, keiner mit Einbruch, Überfall oder gar Mordanschlag – schon gar nicht im Plural! Man kann auch auf news.google.at gehen und dort versuchen, Herrn Straches Aussagen zu verifizieren. Googelt man dort nach den Schlagwörtern Wien und Sicherheit und sucht nach Meldungen des letzten Monats, findet man 32 Artikel zu dem geplanten Ausbau des slowakischen Atomkraftwerks Mochove oder 24 Artikel zu Herrn Häupels Schweigetaktik. Artikel zu Überfällen, Einbrüchen und Mordanschlägen sucht man auch hier vergebens. Ja, die Zahl der Anzeigen steigt stetig in Wien (Die Gesamtanzahl der angezeigten Fälle stieg in Wien im Vergleich zum Vorjahr  von 157.553 auf 173.024 an. Dies bedeutet einen Anstieg um +9,82 % im Jahresvergleich zu Jänner bis September 2008) – um wieviel die Kriminalität steigt, kann man daraus nicht ablesen, kann auch sein, dass früher eben weniger angezeigt wurde.

“Ein besonderes Problem stellte in den vergangenen Monaten die extrem ansteigende Jugendkriminalität dar” -  Worauf diese Aussage beruht, weiß ich nicht. Jugendkriminalität ist nicht im Steigen, schon gar nicht extrem. Zumindest sagt das die Kinder- und Jungendanwalschaft Wien.  Die Aussage im ORF ist zwar schon etwas veraltet, ich hatte aber vor drei Wochen das Vergnügen mit besagtem Dr. Anton Schmid im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu sprechen – dort hat er mir das bestätigt. Immer wieder betonte er auch im Zuge der Diskussion bezüglich den Vorfällen im Kremser Supermarkt, dass es keine Radikalisierung der Jugend gebe (weder Richtung “rechts” noch Richtung Gewaltbereitschaft). Claudia Smolik (Grüne Gemeinderätin in Wien) weist hingegen hier darauf hin, dass die Daten der Jugendkriminalität seit 2001 anders erhoben würden. In der monatliche Kriminalstatistik des Bundesministerium für Inneres für den September (Achtung: pdf) wird extra auf den österreichweiten Rückgang der Kinder- und Jugendkriminalität hingewiesen:

Rückgang der Kinder- und Jugendkriminalität setzt sich fort

Die Daten der Septemberstatistik zeigen auch weiterhin einen deutlichen Rückgang im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist bei den 10- bis 14-Jährigen ein Minus von 15,1 Prozent und bei den Jugendlichen unter 18 Jahren ein Minus von 10,2 Prozent zu verzeichnen.

Tabelle 3: Statistik Kinder und Jugendkriminalität Vergleich Jänner bis September 2008*/2009²

10 bis unter 14 J.                5.091*                4.324²   -15,1%  (Rückgang)
14 bis unter 18 J.               26.631*               23.909²   -10,2% (Rückgang)

Zahlen für die Entwicklung der Jugendkriminalität in Wien konnte ich trotz intensiver Recherche NICHT finden! Herr Straches Aussage entbehrt jeglicher Grundlage!

“Hier zeigt sich ganz deutlich die verfehlte und aus allen Ufern laufende Zuwanderungsproblematik in Wien” - abgesehen davon, dass die Jugendkriminalität nicht steigt sondern massiv sinkt, halte ich die Verbindung von angeblicher Jugendkriminalität mit Zuwanderungsproblematik für bedenklich. Hier werden Vorurteile geschaffen, Ängste geschürt und Kriminalität mit Migration/Zuwanderung gleich gesetzt.

“Türkische, kurdische und tschetschenische Jugendbanden bekämpfen sich oft gegenseitig selbst!”- Es gibt Jugendbanden. Keine Frage. Aber Berichte wie dieser gehen selten auf Nationalitäten ein. Sucht man gezielt nach Jugendbande, Wien, Türkisch findet man sehr vereinzelt Berichte, teils Jahre zurück. Dasselbe gilt für Kurdische Jugendbanden (Wien), wie für Tschetschenische Banden. Liest man sich so die Schlagzeilen durch, sieht man sehr schnell, dass es sich in den wenigsten Fällen um tatsächliche Bandendelikte handelt. Schaut man sich die Googlenews Analyse für die Begriffe Jugendbande und Wien, Jugendbande oder Jugendkriminalität Wien an und vergleicht diese mit den tatsächlichen Zahlen des Innenministeriums, sieht man, dass die Berichterstattung deutlich stärker ansteigt als die tatsächliche Zahl der Anzeigen (um von Verurteilungen gar nicht erstzu sprechen).

2008 gab es vom Nationalratsabgeordneten Christian Hörbart (FPÖ) eine parlamentarische Anfrage bezüglich Jugendkriminalität an Innenministerin Fekter  (mit 12 sehr spannenden Fragen). Dank Auskunftspflicht antwortete die Innenministerin auch umgehend (hier die Antwort). Sehr spannend fand ich, dass “die soziale Herkunft der ermittelten Tatverdächtigen in der polizeilichen Kriminalstatistik nicht erfasst” wird. Die Behauptung, dass türkische, kurdische und tschetschenische Jugendbanden einander die Köpfe einschlagen würden, ist weder mit Medien noch mit Zahlen des Innenministeriums zu belegen! Herr Strache versucht Angst zu machen!

Ich weiß, ich bin erst bei Minute 1 angelangt. Es fehlen noch drei Minuten, aber meine Zeit ist abgelaufen. Aber da waren einfach zuviele Unwahrheiten drinnen.

Eines habe ich hoffentlich gezeigt: Die letzte Aussage des Videos “Daher aus für Häupl -  HC Strache kann es besser!” ist ebenso falsch wie die vorangehenden 4 Minuten.

Sprachmanipulation

Verfasst von Armin Soyka am Donnerstag, 1 Oktober, 2009

Tief Luft holen! “Formen und Methoden der Sprachmanipulation unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendung in der Politik” – so lautet der (zugegeben lange) Titel einer hochspannenden Fachbereichsarbeit die ich allen Politik-, Psychologie- oder Linguistikinteressierten ans Herz legen möchte.

Raphaela, eine ehemalige Klassenkollegin, hat sie geschrieben – die Beurteilung als “gut” hält meiner Prüfung stand, vielmehr würde ich für ein “sehr gut” plädieren. In sechs Kapiteln (Begriff der Manipulation, Sprachmanipulation, Formen und Methoden der Sprachmanipulation, Anwendungsgebiete der Sprachmanipulation, Strategien der Sprachmanipulation in der Politik und Praktischer Teil – Analyse einer Rede) und unzähligen Unterkapiteln bietet sie einen tollen Überblick und Einblick in die Thematik und man wird sich rasch bewusst, wie leicht man manipuliert wird. Den krönenden (sic!) Abschluss bildet eine Analyse dieser Heinz-Christian Strache Rede vor dem Nationalrat am 9. April 2008.

Nach dem Lesen der knapp 40 Seiten (keine Angst: doppelter Zeilenabstand, Inhaltsverzeichnis,…) weiß man, was unter  Manipulation zu verstehen ist, wer sie mit welchen Intentionen anwendet, wie das in der Realität praktisch ausschaut, wie man sich dagegen wehren kann und warum man so leicht darauf hereinfällt.

Als kleiner Vorgeschmack hier das Vorwort der Autorin:

1. Vorwort

Manipulation an sich hat mich schon immer interessiert. Angefangen hat es damit, dass ich mir im alltäglichen Leben die Frage gestellt habe, warum es Menschen gibt, die immer genau durchsetzen können, was sie wollen, und wie diese das machen. Ich habe festgestellt, dass wir fast den ganzen Tag manipuliert werden. Sobald wir auf die Straße gehen, werden wir von Werbung überhäuft, in Gesprächen wollen uns Freunde zu Handlungen überreden und die Medien haben ebenfalls die Macht, ihre Informationen mit einem gewissen meinungsbildenden Beigeschmack zu servieren.

Als ich dann im Zuge der österreichischen Nationalratswahlen 2008 im Sommer vor den ersten TV-Konfrontationen saß, begann ich über diverse Techniken der Manipulation nachzudenken und beschloss zu recherchieren. Sprachmanipulation in Verbindung mit Politik  begann mich mehr und mehr zu interessieren und ich entschied mich, eine Fachbereichsarbeit darüber zu schreiben. Ich wollte eine eigenständige Analyse einer Rede durchführen und überlegte zuerst einen Politiker der NS-Zeit heranzuziehen, jedoch kam ich bald dahinter, dass diese sehr häufig mit denselben Mitteln arbeiten und auf eine Art manipulieren, die nicht mehr versteckt ist. Aufgrund der in Österreich anstehenden Wahlen wählte ich die nationale Politik als Schwerpunkt meiner Betrachtung und beschäftigte mich auch aktiv mit einer Rede Heinz Christian Straches.

Ziel meiner Arbeit war es, diverse Techniken und Strukturen  des manipulativen Gebrauchs unserer Sprache zu durchleuchten und darauf aufmerksam zu machen, wie leicht ein Individuum und unsere Gesellschaft an sich beeinflussbar sind.

Hier ist der Link zur Fachbereichsarbeit als pdf-file: Sprachmanipulation in der Politik.pdf

Abschließend möchte ich der Autorin für die Arbeit, die sie sich gemacht hat, und die Erlaubnis, sie zu veröffentlichen, danken.

ANGST – oder wie die FPÖ das macht

Verfasst von Administrator am Donnerstag, 28 Mai, 2009
Ich habe gestern eine tolle Message mit einer spannenden Frage bekommen! Der Inhalt steht hier (der Name wurde auf Wunsch der Autorin zensiert!):
“sag mal Armin, du kennst dich doch mit sowas aus. Warum tut niemand was gegen die Fpö?? warum können sie unsere Jugend mit diesen hc-comics manipulieren??? ich bekomme langsam wirklich angst!”

Hier meine Antwort! Ich freue mich sehr auf ganz viele Komentare und Kritik!

verdammt gute frage! ich kenne mich aus – und dann auch wieder gar nicht. ich denke mal ein problem ist, dass die fpö zum einen zum “herschen” legitimiert wurde (20% der Österreicher haben sie vor 7 Monaten gewählt, jetzt wären es vermutlich mehr sein!), außerdem hat haider den rechtspopulismus (rechts heißt für mich treten nach unten (sozial schlechter gestellte), populismus definiere ich als dem volk das erzählen was es hören möchte ohne konzepte in der tasche zu haben) in österreich über die letzten 20 jahre gesellschaftstauglich gemacht! das geht so langsam. und da schließen strache und graf gleich an. dort ein stückchen hetze, dort ein bisschen “lausbubenstreich”, hier ein bisschen abendland in christenhand, da ein bisschen asylmissbrauch usw usw. (schönes video dazu – 2 min lang: http://www.youtube.com/watch?v=Diq6TAtSECg )und das schürt angst und hass, gerade in der krise ist der mensch sehr anfällig darauf. und was er braucht wenn er angst hat ist ein starker führer – einer, der aufsteht und auf den tisch haut und die missstande beendet und da kommt ein hcman gerade recht. der dritte punkt, den ich sehe, warum die fpö so stark ist, ist, die anbiederung der anbiederungen der ÖVP, BZÖ (sowieso) und tw auch SPÖ (billiger populismus!). es ist eine tatsache, dass das wählerpotenzial der fpö bei ca 60 – 70 % liegt (stimmt das, denkst du?). anstatt diese siechende verrechtung österreichs aufs schärfste zu verurteilen wollen övp und spö im wählerteich mitfischen (bzö kann man wohl ausblenden – sowieso fast tod!) (dazu habe ich 2 facebooknotes geschrieben: http://www.facebook.com/note.php?note_id=92437541274 & http://www.facebook.com/note.php?note_id=82482726274). dabei wäre es sehr dringend notwendig hier eine ernstzunehmende alternative zu schaffen, die aufzeigt, dass es auch anders geht! ich glaube 4 schlagworte sind hier der schlüssel zum erfolg: hoffnung, zuversicht, vertrauen & liebe!

und der letzte punkt den ich sehe ist, dass durch immer schlechter werdende zukunftschancen und schlechte politische bildung (politik? interessiert mi ned!) dazu beitragen, dass dieses wählerpotenzial der fpö weiter und weiter ausgeschöpft wird!

ich bin mir nciht sicher, ob das deine frage war, ich glaub eigentlich wolltest du wissen, wie die fpö zu deiner adresse kommt und ob das rechtlich in ordnung ist! ich muss sagen, ich habe keine ahnung, aber ich bin dabei zu prüfen ob ich den strache verklagen kann wegen stalking! ich weiß nicht ob das in ordnung ist, ich finde es auf jedenfall schrecklich wenn eine partei (genauso wenn das die grünen, die schwarzen oder die roten tun (die schwarzen machen das tw auch!)) mir ohne meinen ausdrücklichen wunsch briefe zuschicken (die katholische kirche macht das auch – find ich auch daneben! ich werde auf jedenfall prüfen inwieweit das in ordnung ist! wenn rechtliche mittel möglich sind, werde mir gut überlegen ob ich das nicht tun mag – da lernt man viel dabei! =)

Nachtrag: misik – wahlkampf für hinramputierte: http://www.youtube.com/watch?v=R_qb-qqaz0I

Auch veröffentlicht auf Facebook (http://www.facebook.com/note.php?note_id=93102366274)