Beiträge mit dem Tag: Demokratie

Fremde Stimme: Warum die Grünen nicht wählbar sind.

Verfasst von Armin Soyka am Freitag, 12 Februar, 2010

Viele Menschen haben etwas zu sagen. Viele davon werden nicht gehört. Gestern saß ich mit einem Freund zusammen. Er hatte was zu sagen. Er schrieb es mir auf. Hier sein Gastkommentar:

Ich werde die Grünen nicht wählen, weil sie zu aktuellen Themen nix sagen und für nix stehen. Weiterlesen »

Volksverarsche, nicht Volksbefragung.

Verfasst von Armin Soyka am Dienstag, 2 Februar, 2010

Zwischen 11. und 13. Februar dürfen alle WienerInnen mit ö Reisepass 5 Kreuzchen machen.  Mit Demokratie hat dies alles jedoch nichts zu tun. Die Fragen sind suggestiv und unklar.  »Sind Sie dafür, daß ihnen etwas abgeschnitten wird?« Ja was denn, Haare oder der Fuß? In den letzten Monaten wurde viel  geschrieben über eine »Volksbefragung« die eine Volksverarsche ist, hier eine Samm- lung. Weiterlesen »

Strache, Sie Clown

Verfasst von Armin Soyka am Mittwoch, 20 Januar, 2010

jugendgegenstracheHeute ist der neue Falter (Ausgabe 03/2010) herausgekommen. Auf dem Titelbild (siehe links) ein großer Clown. Mit der Überschrift: “Strache, Sie Clown!” Denn nichts anderes ist Er. Egal ob als StraCHE oder Bürger- meisterkandidat (mit Umfragewerten bei 28 %). Bei Anträgen im Parlament (Danke VdB!), HC Strache Podcasts oder besonders schön zu sehen war es erst kürzlich “beim Kaiser“. Der Mann ist ein Clown! Und deswegen tun wir was. Weiterlesen »

Auf zum Österreichischen Schülerparlament!

Verfasst von Armin Soyka am Mittwoch, 13 Januar, 2010

demokratie“Die österreichische Bundesschülervertretung vertritt die Anliegen von 1,2 Millionen Schülerinnen und Schülern nach außen. Um neue Ideen zu finden und gemeinsam zu diskutieren findet vom 22.-24. Jänner das Österreichische Schülerparlament statt.”  Was das ist? Na dazu muss man die ganzen Strukturen der Österreichischen Schülervertretung verstehen. Weiterlesen »

Würden wir doch gehörter.

Verfasst von Armin Soyka am Montag, 7 Dezember, 2009

politikverdrossenejugend

Heute hatte ich die Ehre den obrigen Tweet zu retweeten. Ja, da haben’s ein paar kapiert. Und ja, das ist auch gut so. Dass ich optimistisch in meine und unsere Zukunft blicke, das habe ich schon mehrfach durchblicken lassen, sage es laufend. Dass ich damit anscheinend ansteckend bin, das freut mich ungemein. Und dass es dann sogar ein paar große einsehen (ob wegen mir oder nicht, das ist ja ganz egal) freut mich ganz ungemein. Weiterlesen »

Immer der Hur’n 41er!

Verfasst von Armin Soyka am Freitag, 4 Dezember, 2009

verkehrsplanung2

In den letzten zwei Monaten bin ich hauptsächlich mit dem Rad in Wien unterwegs gewesen. Das klappt super. Ist schneller als Bim und Auto, gesund und macht (mir zumindest) Spaß. Ich will gar nicht lange über neu-entdeckte Seiten der Stadt oder ähnliches schreiben, sondern gleich auf den Punkt kommen. Dieser Post soll sich mit der Mobilität in dieser Stadt beschäftigen, besonderes Augenmerk möchte ich auf die “Jugend” legen. Das betrifft mich selbst am meisten. Weiterlesen »

Wir sind für etwas – gemeinsam.

Verfasst von Armin Soyka am Freitag, 20 November, 2009

gruen

Ich durfte in der Onlineausgabe des Standards am Montag ein Interview geben. Dort im Forum wird viel diskutiert. Mittlerweile gibt’s 270 Kommentare. Eine Zeit lang habe ich nur mitgelesen, dann habe ich beschlossen mitzudiskutieren. Am stärksten kritisiert wurde diese Passage:  “Können Sie sich vorstellen, ihre Themen bei einer anderen Partei umzusetzen?” war die Frage, ich habe geantwortet Weiterlesen »

Erster Rückblick. Medienkongress 2009

Verfasst von Armin Soyka am Samstag, 24 Oktober, 2009

medkon-header

Erwartet hatte ich nicht besonders viel. Ist ja auch gut so, dann wird man nicht enttäuscht. Erhofft habe ich mir vieles. Besonders meine Fragen Europa und die europäische Union betreffend (Souveränität, Demokratie, Gewaltentrennung, Partizipation, Außen- und Sicherheitspolitik, Sozialpolitik und Mitgliedsstaaten) anbringen zu können. Außerdem wollte ich viele neue spannende Persönlichkeiten kennenlernen. Weiterlesen »

Grüner Konvent

Verfasst von Armin Soyka am Montag, 19 Oktober, 2009

Gestern fand der Grüne Konvent statt. In der Einladung hieß es, es gehe darum, “Partizipationsmöglichkeiten in Parteien und demokratischen Systemen” zu erkunden und weiterzuentwickeln.

Die Erwartung war für mich, viele neue Grüne FunktionäreInnen, SympathisantInnen, VorwählerInnen und AktivistInnen kennen zu lernen, meine Impulse für ein offenes, partizipativeres, stärkeres und fröhlicheres Grün einbringen und diskutieren zu können und selbst von neuen Ideen anderer inspiriert zu werden.

Der Event. Beim Eingang wurde in drei Gruppen unterteilt. Grün (FunktionärInnen), Rot (AktivistInnen) und Gelb (Interessenten). Zu sechst nahm man an einem Tisch Platz, wobei darauf zu achten war, dass sich 2 pro Farbe  und einander möglichst unbekannte an einem Tisch zusammenfünden. Nach einer Einführung durch die Moderatorin (Name vergessen…) und der Begrüßung durch Maria Vassilakou, begann das Programm mit dem ersten 20-minütigen Impulsreferat von Monika Mokre (Politikwissenschaftlerin), die uns Fragen der Demokratie und Partizipation von einer relativ theoretischen (aber hoch interessanten) Seite näher brachte. Die Präsentation sollte hier eingebunden sein.

Anschließend gab es eine 20-minütige Diskussion. Spannende Ideen sind da aufgekommen, obwohl die Zeit zum Diskutieren leider viel zu knapp bemessen war.

Unser Tisch beschäftigte sich vor allem mit der Frage: Wie kann man Partizipation zwischen den (Vor-) Wahlen ermöglichen und auch neue Gesichter erreichen. Unsere Antworten: Spaß – ich sollte mit Motivation, Freude und Elan offen sein für neue Menschen und Ideen. Netzwerke – wir müssen die vorhandenen Netzwerke (Bezirksgruppen, Teilorganisationen, Grüne Vorwahlen?) nutzen und ständig ausbauen. Kommunikation – die Kommunikation Innen wie Außen muss besser klappen. Kleine Gruppen – das geht besonders, wenn die Gruppen, die zusammenarbeiten, kleiner sind. Rausgehen – Um neue Leute in die Partei integrieren zu können, müssen wir im Straßenbild präsenter sein.

Nach 10 Minuten Pause (die Nusskipferln waren köstlich!) ging es weiter mit dem zweiten Impulsreferat. Die Tische wurden gewechselt. Silvia Nossek, Landessprecherin der Wiener Grünen, erzählte von ihrem grünen Werdegang. Sie lieferte ihre 8 Thesen zu Politik und Gesellschaft, über die Markus Ratmayr schon gebloggt hat und ich livegetwittet habe. Hier die Präsentation:

Sehr bewegend fand ich ihre Erzählung, wie sie dazu gekommen ist, Politik zu machen / sich zu engagieren. Sie hatte wohl ihre Großeltern gefragt, was die damals (unter diktatorischen Umständen) gegen das Regime gemacht hätten. Wie sie dafür gesorgt hätten, dass diese Schreckensherrschaft beendet würde. Und sie bekam keine Antwort. Irgendwann stellte sie sich die Frage, was sie wohl ihren Enkeln erzählen würde, was sie getan hätte, damit sich die Zustände wie sie sind verändern. Ein guter Impuls wie ich denke. Besonders spannend finde ich These 6: “Parteien brauchen sowohl inneren Zusammenhalt wie äußere Irritation”.

Es wurde wieder 20 Minuten diskutiert. Allerdings musste ich während der Diskussion gehen. Ich bekam also weder das dritte Impulsreferat von Doron Rabinovici mit, noch die nachfolgende Diskussion.

Der Rückblick. Es war ein sehr spannendes Event. Meine Erwartungen haben sich erfüllt, wobei ich das Gefühl hatte, es waren sehr wenige Grüne VorwählerInnen da. Verständlich, dass einige sehr verärgert sind, aber ändern wird sich nur, was verändert wird. Überrascht war ich von der positiven und offenen Stimmung. Die im Netz vielfach gepriesenen “Betonierer” durfte ich (noch?) nicht kennen lernen. Im Gegenteil. “Alle Grünen VorwählerInnen, die ich bis jetzt getroffen habe, waren mit tiefgrüner Wolle gewaschen. Ich geniere mich dafür, was da gelaufen ist. Ich würde den Landesvorstand am Liebsten abwählen und ich bin nicht alleine.” war eine Aussage bezüglich der VorwählerInnen. Von allen Seiten hörte ich Stimmen, die es bedauerten, dass nicht mehr VorwählerInnen aufgenommen wurden. Maria Vassilakou hob in der Einführung hervor, dass immerhin über 200 neue UnterstützerInnen aufgenommen wurden und mit ihnen (hoffentlich) am 15. November das erste Mal die Tausendermarke an Wahlberechtigten überschritten wird.

Overall. Ein spannendes Event, mit brennend aktuellen Themen und einem klar visionären Blickwinkel. Was sich aus den Protokollen der einzelnen Diskussionen, den Ideen, die auf einer Pinnwand veröffentlicht und bewertet werden konnten, dem Videomitschnitt und den Eindrücken in den Köpfen der Anwesenden entwickeln wird, kann niemand sagen, die Zukunft wird es weisen. Ich bin optimistisch – weil grün größer werden muss.

Jetzt kandidiere auch ich!

Verfasst von Armin Soyka am Sonntag, 18 Oktober, 2009

ichkandidiere

Jetzt kandidiere auch ich und bin damit bis dato der jüngste Bewerber um einen Platz auf der grünen Liste für die Wiener Gemeinderatswahl 2010. Auf ichkandidiere.at gibt es dazu mehr Infos.

arminsoyka.atAußerdem darf ich ehrlich und stolz meine Webseite präsentieren, die nun in einem Stadium angelangt ist, in dem sie öffentlich zugänglich gemacht werden kann. Außerdem soll sie als erweiterte Informationsbasis für alle Wahlberechtigten der 63. Wiener Landesversammlung dienen, denen ich dort einen tieferen Einblick in meine Persönlichkeit und meine grünen Ideen geben möchte.

Eine Webprojekt ist niemals fertig. Wachsen kann es auch nur mit Feedback. Nutze die gegeben Möglichkeiten um mir zu sagen, was gut, was schlecht und was ok ist. Es hilft mir!

Das Selbe gilt für ichkandidiere.at. Die Option Fragen zu stellen sollte wahrgenommen werden!

Für Anmerkungen, Rückmeldungen und Fragen stehe ich im Blog, auf Facebook, Twitter und per Email natürlich gerne zur Verfügung. Auch persönliche Treffen lassen sich – so gewünscht – meistens vereinbaren.

Controversial facebook groups

Verfasst von Armin Soyka am Samstag, 8 August, 2009

I was just invited to join the facebook group “Petition to remove “Soldiers are not heroes” from facebook“. I found interesting what I found, when I checked out the group.  In its description it says that the group is an answer to this group – “Soldiers are not heroes“. I just want to ask all of you to check out these two groups and figure out what you think.

I will try to hold back my own opinion and just give you the facts I found, for you to consider and decide yourself.

These are quotes from the descriptions of these two groups. All people who joined each group agreed on what it says on there. By now, 633,277 people joined the first group (“Petition to remove “Soldiers are not heroes” from facebook“) and 4,411 people joined the other group (“Soldiers are not heroes“)

There is a sick group on facebook called “Soldiers are not heroes”. – 633,277 people agreed

We also find it amusing how so many of those who claim to “protect our freedoms of speech” tell us to shut up, or be duffed up. - 4,411 people agreed

Our brave troops fighting for our freedom do not deserve this kind of abuse. Anybody who doesn’t support them should be removed from this country and facebook. – 633,277 people agreed

Soldiers are not heroes. They can be heroes, they can act heroically, they can do heroic things – but the act of putting on a uniform and agreeing to put your conscience in a lockbox for the next so many years does not make your life more important than others, it does not make your opinions and insights more worthy of respect than others, it does not exempt you from moral judgement. It does not make you a hero. - 4,411 people agreed

Also very interesting are the wall entries and the messages on the discussion boards – eventhough you have to keep in mind, that these comments are individually posted and not common belief of all the members.

Also check out the pictures people postet: Group 1 and Group 2

If you have anything to critisize please go ahead and leave a comment!

Alles Blödsinn. Rechtstaatlichkeit? …von wegen!

Verfasst von Armin Soyka am Freitag, 10 Juli, 2009

Die Frage nach der Gerechtigkeit…

… ist ja schon ein große. Gerne wird in Österreich ja über die bösen Kriminellen geredet, geschrieben und auch oft gehetzt. Folgt man den Medien aufmerksam (besonders hervorzuheben sind hier die Qualitätsblätter „Österreich“ und „Krone“ sowie die Bildungszeitschrift „der blaue Planet“) merkt man, es gibt in Österreich drei große Gruppen von Verbrechern.

Da gibt es die Ausländer. Wenn von diesen Ausländern die Rede ist, dann sind meistens Türken gemeint. Ausländer sind sie deswegen, weil ihre Familie vor zwei, drei oder vier Generationen mal im Ausland gelebt hat! Sie sind übrigens meistens arbeitslos. Die zweite Gruppe umfasst die Asylanten. Sie sind meist SAs. Das steht für Schwarzafrikaner und ist, wie Florian Klenk hier (Wenn der „SA“ zuerst wegduckt und dann aufbegehrt) berichtet, die bei der Wiener Polizei gängige Abkürzung. Das man das als Identitätsdiebstahl sehen könnte scheint egal. Diese SAs kommen zwar meistens aus Konfliktgebieten (Kongo,…), “missbrauchen” die UN-Flüchtlingskonvention trotzdem fast ausschließlich um sich einen persönlichen (wirtschaftlichen) Vorteil zu verschaffen – von Flucht kann bei diesen SAs keine Rede sein, „die sind ja nur zu faul sich selber was aufzubauen“! Auch sie sind neben ihren kriminellen Tätigkeiten arbeitslos, denn sie dürfen zum Glück (noch) nicht arbeiten. Und dann gibt es noch die Einbrecherbanden, Trickdiebe und Bettelmafias. Sie kommen, treiben ihr Unwesen und fahren wieder heim. Ihre Heimat ist in der Regel entweder Polen, Bulgarien oder Rumänien. Dazu fällt mir gleich ein Witz ein: „Was ist ein polnischer Triathlon?“ – „Zu Fuß zur (österreichischen) Grenze, mit dem Rad nach Wien, mit dem Auto zurück.“ Oder ein anderer – Werbung für Polen: „Machen Sie Urlaub in Polen… ihr Auto ist auch schon da!“. Man kann sie durchaus als Kriminaltouristen bezeichnen.

Was sie tun ist unfair, was sie tun ist stehlen. Sie nehmen von uns fleißigen Österreichern und behalten es sich. Einfach so!

Aber zum Glück gibt es die österreichische Rechtsstaatlichkeit. Eine Exekutive, die Verbrechen aufklärt. Und zum Glück gibt es eine Jurisdikative, die die Exekutive kontrolliert. Und zum Glück gibt es eine demokratisch gewählte Legislative (Parlament), die die Gesetze richtungsweisend progressiv im Sinne seiner BürgerInnen ändert. Alles Blödsinn. Die Grenzen zwischen Legislative und Exekutive verschwimmen weiter, die Grenzen zwischen Jurisdikative und Exekutive auch. Der Bundeskanzler entscheidet – dank Klubzwang und Koalitionsabkommen hat die Demokratie Sommerpause – seit Jahrzehnten. Der/die JustizministerIn kann nervige Staatsanwälte abberufen, das Anfüttern von Parlamentariern ist weiter erlaubt (oder zumindest nicht verboten). Resultat? Politikverdrossenheit und jedeR Fünfte wünscht sich die Diktatur (zurück). Gewaltentrennung? Direktdemokratie? Partizipation? Alles Blödsinn – und trotzdem. Uns geht es gut. Wenn die bösen Bulgaren kommen, dann stellen wir zwei oder drei Soldaten an die burgenländische Grenze, verärgern die Ungarn, steigern dafür aber das „subjektive Sicherheitsgefühl“ der Österreicher. Bei uns funktioniert die Rechtsstaatlichkeit mehr oder weniger, aber eben nur in kleinem Rahmen.

Betrachten wir das ganze doch mal im größeren Kontext. Wo ist die Rechtsstaatlichkeit, wenn Shell im Kongo für Krieg sorgt, damit sie weiter Erdöl schlürfen können? Wo ist die Rechtsstaatlichkeit, wenn die WTO wieder gegen kleine, unabhängige Länder Handelsembargos erlässt? Wo ist die Rechtsstaatlichkeit, wenn die Weltbank dringend benötigte Kredite für bedürftige Länder an schreckliche Bedingungen knüpft? Wo ist die Rechtsstaatlichkeit, wenn Deutschland sich China in Sachen Internetpolitik zum Vorbild nimmt und die freie Meinungsäußerung zu untergraben beginnt? Wo ist die Rechtsstaatlichkeit, wenn die USA ohne UNO Mandat einen Krieg beginnen? Wo ist die Rechtsstaatlichkeit, wenn die grenzenlose Globalisierung Jahr um Jahr mehr Menschen in die Armut reißt, wenn unser westlicher Konsum Kinder in die Kinderarbeit zwingt, wenn unsere Nachfrage bezahlt wird mit dem Leben anderer. Wir subventionieren unser Getreide, damit wir es am afrikanischen Markt zu Dumpingpreisen verkaufen können… und damit unweigerlich jeden eigenständigen afrikanischen Binnenmarkt im Kein ersticken. Wir erklären uns zum Export(überschuss)weltmeister und sind tatsächlich stolz darauf, an den Merkantilimus Ludwig des XVI anzuschließen. Wo ist die Rechtsstaatlichkeit, oder zumindest Ansätze daran, wenn wir mit unserer Klimapolitik 10 Prozent der Weltbevölkerung in ihrer Existenz gefährden? Wo ist sie? Ich kann sie nicht sehen. Siehst du sie?

Ich weiß, dass Menschen Rechte haben. Ich weiß auch, wann diese festgeschrieben wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg. Ein Krieg der 60.000.000 Menschen das Leben gekostet hat. So viele verhungern jetzt weltweit in zwei Jahren (die Zahl hab ich im Kopf und sie kann falsch sein, aber wenn man ein bisschen googlet findet man Infos: http://www.wfp.org/, http://www.fao.org/, hier, hier). Wie groß muss also der nächste Krieg sein, wie tief der Schock sitzen, wie Schmerzhaft die Erfahrung sein, bis wir realisieren, dass Menschen nicht nur Rechte haben, sondern dass es dem Individum – dir und mir – auf Dauer, nachhaltig nur gut gehen kann, wenn (fast) alle diese Rechte auch einfordern (können)?

Wir regen uns auf über Kriminaltouristen, dabei ist es erst wieviele Jahre her, dass Frankreich seine letzte Kolonie aufgegeben hat? Die USA ist immer noch der weltweit größte Kriminaltourist!

„It’s easy to point fingers“ hat Obama gesagt – oh wie verdammt recht hat dieser Mann. Die Moslems, die Türken, die Polen, dir Rumänen, die SAs… und immer waren’s die anderen. Beginnen wir doch mal nachzudenken. Nachzudenken in einem größeren Rahmen. Beginnen wir zu sehen, was wir nur mit unserer Konsumgeilheit anrichten, wem wir schaden und wie effektiv wir groß von Menschenrechten reden und original nichts tun, um sie auch weltweit umzusetzen. Peinlich ist das. Peinlich, traurig, deprimierend, schmerzhaft, widerlich, unmenschlich und uns unwürdig! Schauen wir hin – bevor es zu einem dritten Weltkrieg kommt, bevor es zu einer Klimakatastrophe kommt! Wir haben noch Zeit. Ich weiß nicht ob drei, fünf oder zwanzig Jahre, aber ich will lieber gestern anfangen als heute!

Der erste, kleinste Ansatz, Anfang, den jedeR von uns leisten kann ist nachzudenken bevor wir konsumieren. Jedes mal wenn du etwas kaufst, wenn ich etwas kaufe, ist es eine Aufforderung an den Produzenten das Produkt genau so wieder zu produzieren. Genau so! Achte auf Nachhaltigkeit, achte auf Energieeffizienz, achten wir auf regional&sessional, achten wir auf wenig Verpackung, achten wir auf Bio, achten wir auf fairtrade, achten wir auf fairwork – es ist so leicht geworden. Mit geringem Aufwand kann jedeR von uns beginnen beizutragen! So easy!

http://www.bread.org/learn/hunger-basics/hunger-facts-international.html

Erstes Politische Grillen – weil in unserer Demokratie jedeR was zu sagen hat

Verfasst von Administrator am Donnerstag, 25 Juni, 2009

Das erste politische Grillen (http://www.facebook.com/event.php?eid=200003505528) ist gut über die Bühne gegangen, was heißt gut – genaugenommen war es phenomenal. Es hat einfach alles gepasst. Das Wetter, die Leute, die Stimmung. Einzig die Pünktlichkeit einiger :-p und der Umfang des Essens (VIEL ZU VIEL!).
Es ist für mich eine große Freude zu sehen, dass es wirklich soviele Interessenten gibt (mittlerweile sind der Gruppe “Politisches Grillen” (http://www.facebook.com/group.php?gid=86609744858) 82 Menschen beigetreten.
Am Sonntag waren wir knapp 20 Leute, besonders schön fand ich, dass wir eine so gemischte Truppe waren – Bruschen wie Mädls, aktivere wie passivere, zwischen 15 und 57, aller (fast) “couleur”, mit verschiedenen Standpunkten und Themenschwerpunkten. Hardgesottene Politfreaks trafen auf “unverdorbene” “Frischlinge” – und sogar ein Glücksforscher war da (http://www.youtube.com/watch?v=mJ7sZ1uSaRY). Gerade diese Diversität an Erfahrung, Ideen, Alter, Einkommen, usw usw garantiert, dass es zu spannenden Diskussionen kommt und viele unterschiedliche (gute) Ideen vorhanden sind… und in Zukunft weiter werden, denn – wie angekündigt – wird es ein zweites Politisches Grillen geben! Wann wie wo, werdet ihr noch erfahren, bis dahin, bitte ein wenig Geduld.
Bilder von dem Event gibt es unter: http://www.facebook.com/photo.php?pid=421486&id=1151294413, ich hoffe sie gefallen und regen an zum mitmachen.
Overall war es ein sehr gelungenes Event, das mir persönlich viel gegeben hat und ich hatte auch das Gefühl, dass alle TeilnehmerInnen viel Spaß hatten – und unter Umständen sogar etwas mitgenommen haben. Was mir am wenigsten gefallen hat? – Eindeutig die Struktur! Der Ablauf war sehr sehr “gechillt” – und nicht besonders effizient, aber für’s erste mal ist das in Ordnung. Geredet haben wir kaum über einheitliche Themen, es gab einige kleine Gruppen und die Bandbreite der Themen und Interessen hat sehr geschwankt. Gegen Ende haben wir dann auch noch im “Plenum” über den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs in Wien gesprochen und sind auf einige interessante Ideen gestoßen, die sich die Wiener Politik vielleicht mal zu Gemüte führen sollte:
- als erstes kam die Idee auf, den 43er bis zur Marswiese zu verlängen (bessere öffentliche Anbindung an die Marswiese, den Schwarzenbergpark UND meinen Garten! ;-)
- der Autofreie Ring wurde diskutiert,
- die 24h U-Bahnen wurden gewunschen,
- außerdem kamen utopische Ideen auf wie Tubeway (http://tubeway.de/video.html) oder Zu- und Ausstiegskapseln für Züge (damit der Zug nicht mehr bremsen muss, sondern konstant weiterfährt).
Alles in allem also ein super Tag, genau zwischen 2 Wochen Regen!
Falls ich Interesse geweckt habe – einfach mal beitreten: http://www.facebook.com/group.php?gid=86609744858 und vor allem diesen Blogeintrag weiterleiten/teilen/sharen