Lasst uns miteinander 3/3
Beim Friedensgruß schließlich hatte ich einen unangenehm desillusionierten Dialog mit dem Jakob:
Ich: “Der Friede sei mit dir”
Pause
Er: “Eigentlich müsse man ja sagen, der Friede des Todes sei jetzt noch nicht mit dir.”
Ich: “Aber es gibt doch auch Friede im Leben, oder?”
Er: “Ja, aber in Afghanistan momentan leider weniger”
Stille
Ich: “Stimmt, auch in anderen Ländern” – Denkpause – “Aber ich bin überzeugt, dass jeder von uns einen Beitrag zum Frieden leisten kann”
Unterbrechung
Er: “Ja aber der absolute Weltfriede wird immer eine Illusion bleiben”
Ich: “Aber denkst du nicht, dass, indem du das sagst, verhinderst, dass er passiert?”
Pause
Er: “Ja natürlich kann man es versuchen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es passiert ist sehr unwahrscheinlich, Menschen sind einfach zu streitsam und machtgierig”
Weise Worte und ein weiterer eindrucksvoller Beweis wie viel junge Menschen nachdenken und zu was für Schlüssen sie kommen. Jakob ist 12 Jahre alt, seine Überlegungen sind komplex, haben Hand und Fuß, sind aber sehr pessimistisch (hoffnungslos?). Hier braucht es einen Wandel! Schnell! Junge Menschen, mit solchen Kapazitäten brauchen Hoffnung, brauchen Visionen, brauchen Träume – geben wir, als “die Alten” (älteren) ihnen die Möglichkeit sie zu entwickeln! Machen wir sie nicht fertig, bauen wir sie auf. Reden wir ihnen Utopien nicht aus sondern fördern sie. Utopie ist nichts anderes als ein “Nicht-Ort” (von dem griechischen utopos). Aber was nocht nicht ist, kann ja noch werden! Geben wir alle unser bestes, dann wird der Wandel kommen!
“Change happens when you live your visions, dreams and desires!”